233. Sie rennen um die Wette

Sie rennen um die Wette

Das kleine Pony stand auf der Weide und kaute auf einem Grasbüschel. Es war ein richtig schöner Tag. Nur ein paar kleine Schäfchenwolken waren am Himmel zu sehen.
Genau in diesem Moment kam ein großes Pferd den Weg entlang galoppiert. Als es das Pony entdeckte hielt es an.
»Du bist aber ganz schön klein geraten.«, sagte das Pferd.
»Ich bin ja auch ein Pony. Ich werde gar nicht größer.«, antwortete das Pony.
Das Pferd schnaubte und lachte.
»Mit deinen kurzen Beinen kannst du nicht einmal ein Rennen gewinnen. Auf dir möchte bestimmt kein einziger Mensch reiten.«
Schon wollte das Pferd davon galoppieren, da wurde es vom Pony aufgehalten.
»Dann lass und doch ein Wettrennen machen. Ich werde dir beweisen, dass ich viel schneller bin als du.«
Da lachte das Pferd ganz laut.
»Was? Du kleiner Zwerg willst gegen mich gewinnen? Das glaubst du doch selbst nicht.«
Pony und Pferd einigten sich, quer über die Weide, durch den dichten Wald und zurück zu laufen.

Achtung! Fertig! Los!

Die beiden liefen so schnell sie konnten. Das Pferd war sehr schnell und das Pony kam nur langsam hinterher. Doch am Waldrand sollte sich das ändern.
»Was soll denn das? Ich komme hier nicht durch.«, beschwerte sich das Pferd, denn die Äste der Bäume waren viel zu dicht für so ein großes Tier.
Nun jubelte das Pony. Es war klein genug, um unter allen Bäumen her zu laufen. Es durchquerte den Wald, drehte um und kam schließlich als erstes zum Ziel.
Das große Pferd hatte das Wettrennen verloren. Es musste einsehen, dass lange Beine nicht ausreichten, um immer gewinnen zu können. Man brauchte auch schlaue Ideen.

(c) 2009, Marco Wittler

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