417. Mein Wunschzettel

Mein Wunschzettel

Lieber Weihnachtsmann.

Bald ist wieder Weihnachten und Mama hat mir gesagt, dass es Zeit wird, einen Wunschzettel zu schreiben.
Ich habe mir ganz lange Gedanken darüber gemacht, was ich mir von dir alles wünschen könnte. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass da ganz schön viel zusammen gekommen ist. Ich kann noch ein paar neue Autos gebrauchen, neue Schienen und Züge für meine Holzeisenbahn, Legosteine, einen eigenen Computer, an dem nur ich spielen darf, ein lautes Radio, ein Klavier mit ganz vielen Tasten, ein Fahrrad und noch viel mehr. Bei so vielen Wünschen brauche ich bestimmt auch noch ein größeres Kinderzimmer.
Doch dann fiel mir noch etwas anderes ein. Mama hat mir mal erzählt, dass unartige Kinder keine Geschenke von dir bekommen. Und, naja, … so ganz artig war ich dieses Jahr leider nicht. Ich glaube, ich habe sogar ziemlich viel Blödsinn angestellt.
Jeden Tag habe ich meine Schwester geärgert. Beim Fußball viel zu oft gefoult. In der Schule war ich auch nicht so gut. Ich habe meinen Lehrern oft nicht zugehört, im Unterricht Quatsch gemacht, meine Mitschüler gestört und immer wieder meine Hausaufgaben vergessen.
Mama musste sich auch immer wieder über mich ärgern, wenn ich jeden Tag zickig war und ihr nicht helfen wollte.
Der Papa musste sehr oft mit mir schimpfen und von Opa musste ich mir auch immer wieder was anhören.
Und deswegen wünsche ich mir dieses Jahr keine Geschenke. Die habe ich wohl nicht verdient. Ich möchte mir von dir nur eine einzige Sache wünschen. Bitte hilf mir dabei, dass ich im nächsten Jahr artiger sein kann.

Dein Tommi.

(c) 2012, Marco Wittler

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