599. Der sprechende Kürbis

Der sprechende Kürbis

Tim hatte sich dieses Jahr einen ganz besonderen Streich für Halloween ausgedacht. Bisher war er jedes Mal auf Mama herein gefallen. Jetzt wollte er ihr endlich zeigen, dass er was von ihr gelernt hatte.
Am Mittag nach der Schule hatte sie gemeinsam beim Bauern um die Ecke zwei große Kürbisse gekauft. Und nun saßen Tim und Mama schon seit ein paar Stunden in der Kühe, höhlten diese aus und schnitzen ihnen gruselige Gesichter. Am Abend sollten sie dann, durch eine Kerze beleuchtet, vor der Haustür stehen und die Leute erschrecken, die die Straße entlang gingen.
„Das wird wie immer ein großer Spaß.“, freute sich Tim. Insgeheim freute er sich aber noch mehr darauf, Mama zu erschrecken.
Seit einem halben Jahr hatte er alles genau geplant. Es konnte gar nichts mehr schief gehen.
Als es dunkel wurde, stellten sie ihre Kürbisse nach draußen. Sie platzierten sie auf zwei Hockern, stellten die Kerzen hinein und entzündeten die kleinen Feuer. Schon konnte man die schrecklichen Gesichter die ganze Straße hinunter leuchten sehen.
Während Mama schon wieder im Haus verschwand, wartete Tim noch einen Moment auf der Eingangstreppe. Als er sich sicher war, dass ihn niemand sah, legte er sein Handy hinter seinen Kürbis. Dann ging er ebenfalls rein.
Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Ein paar Kinder waren gekommen, um Süßigkeiten zu sammeln. Mama öffnete und schon bekam sie den bekannten Satz zu hören: „Süßes, sonst gibt’s Saures!“
„Oh je. Was habe ich mich erschreckt.“, lachte Mama. „Eure Kostüme sehen wirklich gruselig aus.“
Dann verteilte sie ein paar Bonbons und verabschiedete die Gruppe kleiner Geister.
Sie wollte schon die Tür schließen, als sie eine Stimme hörte. Sie sah sich um, konnte aber niemanden entdecken.
„Hallo? Wer bist du? Und vor allem, wo?“
„Ich liege direkt vor dir. Ich bin der schaurige Kürbiskopf.“
Mama sah sich die zwei Kürbisse an.
„Buh!“, machte einer von ihnen. „Hast du Angst vor mir?“
Mama grinste.
„Nein. Ich habe keine Angst vor dir. Du bist nur ein Kürbis.“
Der Kürbis blieb ein paar Sekunden still, bevor er weiter sprach.
„Aber du hast dich bestimmt kurz erschreckt, richtig?“
Mama lachte.
„Nein, erschreckt habe ich mich auch nicht.“
Dann drehte sie sich zur Tür ging ins Haus und rief:
„Tim, du kannst dir dein Handy abholen. Dein Plan hat nicht funktioniert.“
Mit einem enttäuschten Gesicht kam Tim aus dem Wohnzimmer.
„Aber nächstes Jahr zeige ich es dir. Dann lege ich dich rein.“
Als Tim sein Handy einsteckte, hörte er plötzlich eine Stimme neben sich.
„Und ich werde dir dabei helfen. Deiner Mutter werden wir es beim nächsten Halloween schon zeigen.“
Verwirrt sah Tim auf Mamas Kürbis. Hatte er tatsächlich zu ihm gesprochen?
„Du hast schon richtig gehört.“, bestätigte ihm der Kürbis.
„Ich kann sprechen.“
Tims Augen wurden riesig groß. Ein sprechender Kürbis? So etwas konnte es doch nicht geben. Ängstlich lief er ins Haus, schlug die Tür hinter sich zu und versteckte sich in seinem Zimmer.
Kurz darauf ging Mama noch einmal zur Außentreppe. Mit einem breiten Grinsen holte sie ebenfalls ihr Handy rein. Ihr Halloweenscherz hatte mal wieder funktioniert.
Und dann hörte auch sie eine unbekannte Stimme.
„Deinem Sohn haben wir es aber wieder gezeigt, was?“
Es war eindeutig der Kürbis, der zu ihr sprach. Mama begann zu suchen. Nirgendwo fand sie ein Handy, einen Lautsprecher oder etwas anderes, woraus die Stimme hätte kommen können.
„Da kannst du lange suchen.“, sagte der Kürbis. „Ich spreche wirklich mit dir.“
dann grinste er über sein ganzes, oranges Gesicht und zwinkerte Mama zu.

(c) 2017, Marco Wittler

598. Die Nacht der Mumie

Die Nacht der Mumie

Es war Halloween, die Nacht der Untoten, Monster, Geister, Gespenster und allem anderen, was den Menschen im Normalfall Angst bereitet. In jedem Jahr war es auch die Nacht, in der die Mumie im Stadtmuseum für wenige Stunden wieder zum Leben erwachte.
Die Uhr schlug zwölf. Die Mumie öffnete von innen ihren Sarkophag und stand auf. Müde streckte sie ihre Glieder von sich und ließ die alten Knochen knacken. Dann begab sie sich auf einen Rundgang durch das Museum.
»So ein Spaziergang durch die einzelnen Säle tut gut. Da werden meine Muskeln endlich wieder mal warm. Wenn ich doch bloß mal wieder Joggen gehen könnte. Aber ich konnte seit viertausend Jahren nicht mehr richtig trainieren. Das schaffe ich nicht mehr.«
Die Mumie schlurfte langsam vorwärts, stöhnte hin und wieder wegen der schmerzenden Beine, die sie seit einem ganzen Jahr nicht mehr bewegt hatte und dachte schon jetzt darüber nach, was sie in den nächsten 52 Wochen in ihrem Sarkophag treiben konnte, um nicht zu viel Langeweile zu bekommen.
Irgendwann hörte sie vor sich ein Geräusch. Das hatte es in all den Jahren im Museum noch nie in der Halloween Nacht gegeben.
»Was ist denn das? Ist da etwa noch jemand im Museum?«, flüsterte sie sich selbst zu, bevor sie weiter ging.
Ein paar Räume und Gänge später sah sie tatsächlich einen Menschen. Eine Frau putzte mit einem Wischmop den Boden. Die Putzfrau war noch da.
»Warum sind sie so spät in der Nacht noch hier?«, wollte die Mumie wissen und fragte ganz ungeniert.
Die Putzfrau sah hoch und erschrak.
»Um Himmels Willen. Die Mumie lebt.«, schrie sie laut. Dann nahm sie ihre Beine und den Wischmop in die Hände und rannte auf schnellstem Wege aus dem Museum.
Die Mumie seufzte. Sie hatte nicht vorgehabt, die Putzfrau zu erschrecken. Sie ging noch ein paar Räume weiter. Ein weitere Putzfrau fand sie aber nicht. Stattdessen sah sie die Uhr in der Eingangshalle. Es war gerade einmal acht Uhr am Abend.
»Du meine Güte. Kein Wunder, dass noch jemand hier war. Es ist viel zu früh für mich. Jemand muss die Uhr in meiner Kammer verstellt haben. Aber wer putzt jetzt das Museum fertig und vor allem womit? Der Wischmop ist weg.«
Die Mumie grübelte kurz. Dann wickelte sie sich die alten Stoffbahnen vom Körper und wischte mit ihnen den Boden fertig. Es brauchte ganze zwei Stunden, bis sie fertig war. Am Ende waren die alten Stoffe schmutzig und nass.
»Die kann ich unmöglich noch einmal anziehen. Was sollen denn Morgen die Leute denken, wenn ich völlig schmutzig in meinem Sarkophag liege. Außerdem bekomme ich in in dem nassen Zeug eine Lungenentzündung. Damit ist nicht zu spaßen. Ich könnte mir den Tod holen.«
Was sollte sie nur machen? Doch dann hatte die alte Mumie die rettende Idee. Sie schlurfte zur nächsten Toilette und wickelte sich mit Klopapier von oben bis unten ein. Dann legte sie sich für die nächsten zwölf Monate zurück an ihren Platz und freute sich schon jetzt auf das nächste Halloweenfest in ihrem Museum.

(c) 2017, Marco Wittler

597. Partydurst

Partydurst

Halloween. Endlich. Darauf hatte sich Fred schon das ganze Jahr gefreut. Endlich wieder mal eine Party mit schaurig, gruseligen Kostümen feiern. Wie in jedem Jahr hatte er Stunden vor dem Spiegel verbracht und sich von oben bis unten geschminkt und verkleidet. Am Ende hatte ihm ein Untoter, ein halb verwester Zombie angegrinst.
Kurz darauf war Fred angekommen. Die Party im Haus seines Kumpels Paul war schon in vollem Gange. Überall standen oder saßen Vampire, Mumien, Skelette, Monster, Menschen ohne Köpfe und mehr.
»Da bist du ja endlich.«, wurde er von Paul begrüßt. »Wir warten schon alle auf dich.«
Er schob Fred ins vor sich her ins Wohnzimmer.
»Leute schaut mal, Fred ist endlich da. Hat sich wieder mal mit seinem Kostüm extrem viel Mühe gegeben. Er sieht wie ein waschechter Zombie aus. Jetzt wartete ich nur noch darauf, dass ihm Arme oder Beine abfallen.«
Alle Gäste lachten. Fred stöhnte nur. Zombies sprachen schließlich nicht.
»Willst du was trinken?«, fragte ihn Paul.
Fred nickte und stöhnte erneut. Tatsächlich hatte er während der letzten Stunden keinen einzigen Tropfen getrunken. Er bekam einen großen Becher, den er sich sofort an die Lippen setzte. Er trank ihn in einem Zug aus. Der Durst wollte aber nicht verschwinden.
Fred füllte sich den Becher wieder auf und trank und trank und trank. Aber es geschah nichts. Der Durst blieb. So etwas hatte er noch nie erlebt. Irgendwas stimmte nicht mit ihm.
Während er Liter um Liter in sich hinein schüttete, wurden immer der anderen Gäste auf ihn aufmerksam. Langsam wurde es still im Wohnzimmer. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Jeder starrte ihn an.
»Stimmt was nicht?«, wunderte sich Fred.
Er folgte den Blicken seiner Freunde, die auf seine Füße sahen.
Fred erschrak. Er stand in einer großen Pfütze. Liter um Liter floss aus unzähligen Löchern seines verwesenden Körpers.
Paul fand als erster seine Worte wieder.
»Puh, man. Das ist echt abgefahren. Deine Kostüme waren jedes Jahr extrem krass. Aber dieses Mal hast du dich wirklich selbst übertroffen.«
Fred wurde rot im Gesicht und wusste gar nicht, was er sagen sollte. Er wusste nicht einmal, wie das Ganze überhaupt funktionierte. Er hoffte jetzt nur noch, dass der Abend schnell vorüber gehen würde und er zu Hause aus dem Kostüm schlüpfen und wieder richtig trinken konnte.

(c) 2017, Marco Wittler

522. Süßes oder Saures

Süßes oder Saures

Jonas sah in seinen Beutel. Gute gefüllt war. Fast bis zum Rand. Halloween war einfach eine richtig tolle Sache. Von Haus zu Haus gehen, Leute erschrecken und dafür auch noch Süßigkeiten bekommen. Herrlich.
Seine Freunde Max, Paul und Daniel hatten ebenfalls volle Taschen. Alle Vier freuten sich schon riesig auf zu Hause. Dann würden sie sich ihre Bäuche voll schlagen.
»Machen wir Schluss für heute?« fragte Max in die Runde. »Ich habe so viele Bonbons und Schokolade bekommen. Es passt nichts mehr in meine Tasche.«
So sah es auch bei den anderen Jungs aus. Ihre Beutel waren so schwer, dass sie sie kaum noch tragen konnten.
»Lasst uns noch bei einem letzten Haus anklingeln. Es ist ja eh nur eins hier bis zur nächsten Kreuzung.« schlug Jonas vor.
Seine Freunde willigten ein. Sie gingen weiter bis zum letzten Haus, klingelten und rief laut: »Süßes oder Saures!«
Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie ein schlurfendes Geräusch. Ein Stöhnen mischte sich hinzu.
»Sie müssen nicht zur Tür kommen, wenn es ihnen zu anstrengend ist.« sagte Paul unsicher.
Doch dann öffnete sich bereits die Tür. Zu sehen bekamen die Jungs allerdings nur einen Schatten, der einem sehr großen Menschen ähnlich sah. Dieser hielt einen mächtigen Gegenstand in der Hand. Ein rasselndes Stöhnen drang noch immer aus seiner Kehle.
Er schaltete das Licht im Hausflur an. Den Jungs gefror augenblicklich das Blut in den Adern. Vor sich sahen sie einen riesigen Mann mit breiten Schultern und sehr muskulösen Armen. In seinen Händen, die Bärenpranken glichen, hielt er eine große, schwere Axt, deren Schneide mit Blut verschmiert war.
»Uaarrrrgh!« brüllte er den Kindern und begann seine bedrohliche Waffe zu schwingen.
»Schnell!« rief Jonas panisch. »Der bringt uns alle um! Weg hier!«
Die Jungs ließen ihre Taschen fallen, nahmen ihre Füße in die Hände und rannten um ihr Leben. Allerdings liefen nur drei Jungs die Straße entlang. Einer von ihnen war stehen geblieben und hielt sich vor Lachen den Bauch. Es war Jonas, der sich nun zu dem bedrohlichen Mann umdrehte und ihm auf die Schulter klopfte.
»Hat prima geklappt, Onkel Peter.« war er begeistert.
»Jetzt haben wir vier Taschen voller Süßigkeiten für uns allein.«
Sie nahmen die Taschen, brachten sie ins Haus und ließen sich schmecken, was sie erbeutet hatten.

(c) 2015, Marco Wittler

521. Ich hasse Halloween

Ich hasse Halloween

Felix saß gelangweilt auf seinem Sofa und klickte sich durch die vielen Fernsehsender. Aber er konnte nichts finden, das ihn interessierte. Schlimmer noch. Überall wurde nur über Halloween berichtet, erzählt und Filme gezeigt.
»Ich kann es nicht mehr sehen.« fluchte Felix und schaltete den Fernseher ab. »Ich will auch nichts mehr darüber hören. Ich kann Halloween nicht ausstehen. Immer nur Verkleiden, Erschrecken und Süßigkeiten sammeln. So ein Blödsinn.«
Felix hatte Halloween noch nie leiden können. Er wollte nicht verstehen, was andere Menschen daran so lustig fanden. Sogar seine ganzen Freunde waren begeistert von diesem Fest und liefen in diesem Moment verkleidet von Haus zu Haus.
Es klingelte an der Tür. Felix stöhnte leise vor sich hin. Nachschauen musste er schon, obwohl er genau wusste, dass es sich nur um Halloween Verrückte handeln konnte. Trotzdem. Auch Oma und Opa wollten noch zu Besuch kommen.
Er öffnete und sah sich einer Truppe Kinder gegenüber. Es waren zwei Geister, ein Vampir und eine Toilettenpapiermumie.
»Süßes sonst gibt’s Saures!« riefen sie im Chor und hielten ein paar offene Tragetaschen vor sich.
»Verschwindet hier!« fluchte Felix. »Hier gibt es nichts zu holen. Halloween ist mir egal.«
Dann schlug er die Tür hinter sich zu und verschwand wieder auf seinem Sofa.
Er drehte das Radio auf. Doch auch dort wurde zwischen den einzelnen Liedern immer wieder Halloween erwähnt.
»Warum kann man das nicht endlich abschaffen? Dann haben wir endlich Ruhe.«
In der nächsten Stunde kamen immer wieder Kinder vorbei, die Süßigkeiten sammeln wollten. Immer wieder verscheuchte Felix sie und wurde dabei wütender und wütender. Wenn Mama und Papa nur endlich vom Einkaufen zurück wären. Dann könnten sie sich um diese Plagegeister kümmern. Aber das würde wohl noch eine Zeit dauern.
Und schon wieder klingelte es.
»Jetzt reicht es mir!« brüllte Felix.
Er rannte in das Zimmer seines großen Bruders und wühlte sich durch dessen Kleiderschrank. Schon nach ein paar Sekunden fand er, was er suchte. Eine schaurige Monstermaske. Er setzte sie sich auf und öffnete damit die Wohnungstür.
»Uaaarrrgh!« schrie er die Kinder vor sich an, die vor Schreck gar nicht wussten, was sie machen sollten. Doch nachdem sie sich wieder gefasst hatten, fingen sie an zu lachen.
»Tolle Maske!« waren sie begeistert und lobten Felix.
Zu seiner eigenen Verblüffung griff er in die Bonbonschale, die seine Mutter bereit gestellt hatte und verteilte Süßes an die Kinder.
Als Felix die Tür wieder geschlossen hatte, musste auch er lachen.
»Ich hätte gar nicht gedacht, dass Halloween doch Spaß machen. Verkleidet sein und andere erschrecken ist richtig cool.«
Sofort suchte er sich zur Maske das passende Kostüm und erschrak noch mehr Kinder. Für das nächste Jahr nahm er sich vor, den Tag mit seinen Freunden verkleidet zu verbringen.

(c) 2015, Marco Wittler

520. Panik

Panik

Pastor Meier lief es kalt den Rücken hinunter. Er hatte nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet er, ein Mann der Kirche, vor der Dunkelheit der Nacht Angst bekommen würde. Doch nun war es doch so weit gekommen.
Mit jeden Schritt, den er tat, mit jedem Atemzug, der seine Lungen mit Luft füllte, kroch die Panik tiefer in ihn hinein.
Ständig hörte er Schritte. Ständig drangen seltsame Geräusche an sein Ohr, die nicht von dieser Welt zu kommen schienen. Doch sobald er sich umsah wurde es wieder mucksmäuschenstill und nichts und niemand war meilenweit zu sehen.
»Das geht nicht mit rechten Dingen zu.« murmelte er mit zittriger Stimme zu sich selbst. Dann fasste er sich durch den Stoff seiner Jacke an das große Kreuz, dass um seinen Hals baumelte und schickte ein schnelles Stoßgebet zum Himmel. Nur wenige Augenblicke später ging er noch einen Schritt schneller die Straße entlang.
Und dann sah er etwas. Irgendwo neben ihm. Im Augenwinkel. Irgendwer – irgendwas. Und doch – da war wieder nichts.
»Ich muss nach Hause. So schnell es geht.« Pastor Meier begann zu rennen. Erste dicke Schweißtropfen liefen ihm zu beiden Seiten des Gesichts herab und verschwanden hinter seinem Hemdskragen.
»Ich bin Pastor.« rief er verstört in die Nacht. »Ich bin ein Mann der Kirche. Ich stehe unter dem Schutz des Kreuzes. Jesus Christus ist mein Herr und wird mich beschützen. Nichts und niemand kann mir ein Leid zufügen. Keine Monster, keine Dämonen oder andere schaurige Kreaturen der Unterwelt können mir schaden.«
Er wusste nicht, ob ihm das jemand glauben würde. Er wusste auch nicht, ob es wirklich stimmte. Aber es war die einzige Möglichkeit, sich irgendwie Mut zu machen.
Nur noch eine Kreuzung und dann ein paar hundert Meter. Die musste er einfach schaffen.
Schon spürte der Pastor einen starken Schmerz in der Brust und verfluchte sich dafür, nie Sport zu treiben. Nun würde sich diese Sünde an seinem Körper vielleicht bitter rächen.
»Durchhalten! Ich muss nur noch ein paar Minuten durchhalten.« keuchte er.
Pastor Meier holte das Letzte aus seinen schmerzenden Beinen heraus. Er rannte um sein Leben. Er klammerte sich an den letzten Strohhalm, den er noch für sich sah. Er zog den Haustürschlüssel aus seiner Jackentasche. Mit einem gewagten Sprung, der aus den wenigen verbliebenen Kraftreserven geboren wurde, nahm er die fünf Stufen seines Hauses, steckte den Schlüssel ins Schloss stürmte einen Augenblick später in den rettenden Flur und ließ sich erschöpft zu Boden fallen. Fast hätte er noch vergessen, die Tür hinter sich wieder zu schließen. Mit einem müden Fußtritt erledigte er auch dies.
Und dann waren sie da. Pastor Meier konnte sie hören. Die Monster der Nacht hatten ihn eingeholt und standen nun auf der Treppe. Er konnte sie atmen und leise murmeln hören. Sie würden ihn nicht entkommen lassen. Sie würden warten.
»Was hab ich euch getan? Ich bin nur ein kleiner Dorfpastor. Sucht euch doch ein anderes Opfer.«
Doch die Monster lachten nur, bevor sie die magischen Worte sprachen, die jede Tür in dieser Nacht öffnen konnten.
»Süßes oder Saures!« riefen sie gleichzeitig aus unzähligen Kehlen.
Der Pastor seufzte und stand auf. »Ist ja schon gut. Ich komme schon.«
Er griff nach der mit Süßigkeiten gefüllten Schale, die auf einem Tischchen stand und öffnete. Er grinste die Kinder an, die schon sehnsüchtig warteten.
»Tolle Kostüme habt ihr dieses Jahr an.« lobte er.
Die Kinder bedankten sich jedes mit einem breiten Grinsen.
»Und denkt dran:«, sprach der Pastor weiter.
»Wissen wir!« antworteten die Kinder. »Heute ist auch Reformationstag. Der Tag an dem Martin Luther die Kirche verändert hat.«
Meier nickte zufrieden.
»Dann wünsch ich euch noch viel Spaß und ganz viel Süßes.«
Er schloss die Tür hinter sich und lächelte.

(c) 2015, Marco Wittler

Special: Alle Halloween Geschichten im Überblick

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Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an einer „Halloween“ Blogparade, bei der jeden Tag ein anderer Blogger einen Beitrag zum Thema schreibt. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mal bei den anderen reinzuschnuppern.

Am Montag hat Natascha schon begonnen und ganz viele Bastelideen für eure Halloween Party entworfen.

Mo – 26.10. – Natascha – http://nataschas-kreativwelt.blogspot.de/
Di – 27.10. – Marco- http://366geschichten.de/
Mi – 28.10. – Jenny – http://jennybeautyandmore.blogspot.de/
Do – 29.10. – Michelle – http://everylittlethinggonnabebeautiful.blogspot.de/
Fr – 30.10. – Geri Amazon – http://geri-diaries.blogspot.de/
Sa – 31.10. – Michelle – http://www.beautifulfairy.de/

407. Katze des Grauens

Katze des Grauens

Es war bereits Abend geworden. Die Geschäfte hatten ihre Türen geschlossen und die Sonne war bereits hinter dem Horizont verschwunden.
Jonas stand mit seinem großen Bruder Tom auf dem Gehweg der Hauptstraße. Autos waren kaum noch unterwegs. Es war den Leuten einfach viel zu kalt.
»Los, beeil dich.«, rief Tom seinem Bruder nach.
»Mama wartet schon auf das Brot.«
Jonas Blick war an einem der Schaufenster hängen geblieben. Darin standen viele beleuchtete Kürbisse, hingen kleine Geister an Fäden von der Decke herab und kleine Monster bevölkerten den restlichen Platz dazwischen.
»Heute ist Halloween.«, murmelte er vor sich hin.
»Was?«, fragte Tom.
»Halloween? Das ist doch alles nur Blödsinn. Den Kindern werden Gruselgeschichten erzählt, obwohl es ein Tag, wie jeder andere ist. Es gibt keine Gespenster, Geister oder Monster. Und nun komm endlich.«
»Bist du dir da sicher?«, wollte Jonas wissen.
»Nur weil du noch keine Monster gesehen hast, bedeutet das doch nicht, dass es sie nicht gibt.«
Aber Tom schüttelte nur lachend den Kopf.
»Alles Märchen. Monster gibt es nicht. Schluss, aus, fertig.«
Sie gingen die Straße weiter entlang, bis sie plötzlich einen riesig großen Schatten vor sich sahen, der aus einer Seitenstraße kam.
»Was ist denn das?«
Die Antwort kam sofort. Sie hörten ein lautes Fauchen.
»Das ist nur eine Katze. Mehr nicht. Die kann uns nichts tun.«, erklärte Tom mit zittriger Stimme.
»Eine Katze? So groß? Bist du dir da wirklich sicher?«
Aber Tom war sich gar nicht mehr sicher. So groß konnte eine Katze doch gar nicht sein. Vorsichtig gingen die Jungs ein paar Schritte weiter, bis sie wieder das Fauchen hörten.
»Kommt das näher? Greift sie uns an?«
Tom bekam es mit der Angst zu tun.
»Ich dachte, es gibt keine Monster. Gilt das auch für Monsterkatzen?«, fragte Jonas.
Aber Tom gab keine Antwort. Er wollte umdrehen und einen anderen Heimweg wählen, als das Fauchen ein weiteres Mal zu hören war.
»Sie will uns nicht gehen lassen. Wenn wir jetzt nicht stehen bleiben, fällt sie bestimmt über uns her und frisst uns auf.«
»Was machen wir denn jetzt?«
Jonas blickte sich um und suchte verzweifelt nach einem Versteck. Doch so schnell ließ sich keines finden.
Das Fauchen kam immer näher. Die Monsterkatze war ganz nah. Es konnte nur noch wenige Sekunden dauern, bis sie um die Straßenecke biegen würde.
Die Jungs zitterten am ganzen Leib, bis das schreckliche Tier zum Vorschein kam.
»Oh, ist die süß.«, freute sich Jonas plötzlich und verlor seine Angst.
Vor ihnen saß ein kleines Katzenbaby, das am ganzen Körper zitterte.
»Schau, Tom. Sie hat selbst große Angst. Sie hat ihre Mama verloren.«
Die Jungs atmeten tief durch. Vorsichtig näherten sie sich der kleinen Katze. Jonas nahm sie auf den Arm, streichelte sie und nahm sie mit nach Hause. Auf dem Heimweg mussten sie noch ein paar Mal über ihr verrücktes Erlebnis lachen. Die kleine Katze fauchte nun nicht mehr. Sie lang glücklich in Jonas Arm und schnurrte zufrieden.

(c) 2012, Marco Wittler

349. Die Nacht der Nächte

Die Nacht der Nächte

Es war dunkel in dieser Nacht. Die fernen Lichter der Sterne und des Mondes waren nicht zu sehen. Die Wolkendecke unter dem Himmel war viel zu dicht. Wenn nicht hier oder da Licht hinter einigen Fenstern gewesen wäre, hätte man gar nichts mehr auf den Straßen sehen können. Eine erdrückende Stille lag über der Stadt. Alle Menschen, denen ihr Leben lieb war, verbargen sich in diesen Stunden in ihren Häusern und Wohnungen.
»Geh nicht zu dicht an das Fenster heran.«, ermahnte eine verängstigte Frau ihren Mann.
»Wenn sie dich sehen, bist du vielleicht für immer verloren.«
In einer anderen Familie hatte man sich bereits mit dem Nötigsten bewaffnet. Alles, was man zur Verteidigung seiner Seele brauchte, lag auf kleinen Tischen in der Nähe der Eingangstüren.
Überall wurde gezittert und gebibbert. Doch der Schrecken, der schon bald durch die verwinkelten Straßen und Gassen ziehen würde, wollte darauf keine Rücksicht nehmen. Doch noch war es still. Es war die Ruhe vor dem Sturm.
Und plötzlich waren sie da. Von überall kamen sie heran. Es war, als wären sie aus tiefen Gräbern und dunklen Grüften entstiegen. Unter ihnen waren Geister, Gespenster, haarige Monster, düstere Schurken, wandelnde Skelette und Vampire. Sogar der Tod wurde immer wieder mit seine großen Sense gesehen.
»Es ist so weit. Jetzt sind wir alle verloren.«, zitterte eine ältere Dame, die sich bereits hinter einem großen Sessel versteckte.
Und dann klingelte es schon an den Türen der Stadt. Mit Fäusten wurde lautstark angeklopft. Überall schlugen die finsteren Wesen zur gleichen Zeit zu. Die Bewohner hatten keine andere Wahl. Es war wie ein magischer Zauber, der sie nun zu den Türen zog. Sie legten ihre Hände auf die Klinken und öffneten den schrecklichen Gestalten.
»Süßes oder Saures.«, riefen die verkleideten Kinder begeistert und hielten bereits ihre Sammelbeutel auf, die sie in den nächsten Stunden mit allerlei Leckereien füllen lassen wollten.
Die grinsenden Erwachsenen, die von diesen kleinen Monstern überfallen wurden, griffen in vorbereitete Schalen und verteilten allerlei Zuckerwerk.
»Aber lasst mich bitte weiter leben.«, bettelte ein Mann zum Scherz.
»Sicher doch.«, riefen die Kinder als Antwort.
»Wir kommen dann nächstes Jahr wieder vorbei.«

(c) 2010, Marco Wittler

275. Da klappern doch die Zähne

Da klappern doch die Zähne

Jimmy lag unter dem Bett und zitterte. Er bibberte am ganzen Körper und seine Zähne klapperten ohne Pause. Mit seinen großen Händen hielt er sich die Augen zu.
»Warum ist die Welt nur so grausam? Warum besteht sie nur aus so vielen schrecklichen Wesen?«
In diesem Moment kam sein Stubenkamerad Bob herein.
»Oh nein.«, stöhnte er.
»Ist es schon wieder so weit?«
Jimmy sah nur kurz zu ihm hoch, schloss dann aber gleich wieder seine Augen.
»Ich komme nicht raus, egal was du sagst. Ich habe viel zu viel Angst, dass mich irgendetwas da draußen anfällt und frisst. Wahrscheinlich denken diese Ungeheuer jetzt schon darüber nach, wie sie hier eindringen können und mich anschließend lecker zubereiten können. Ich mache da einfach nicht mit.«
Bob verzweifelte. Tagein und tagaus das selbe Problem. Und bisher hatte er es noch nie geschafft, seinen Freund unter dem Bett hervor zu bekommen.
»Du musst endlich mal erwachsen werden und dich deiner Angst stellen.«, entschied Bob.
»Du hast noch kein einziges Mal in deinem Leben dieses Haus verlassen. Du weißt doch gar nicht, was dich da draußen erwartet.«
Jimmy rutschte noch etwas weiter unter sein Bett.
»Doch, das weiß ich ganz genau. Im Fernsehen haben sie davon berichtet. Sie sehen grässlich aus und fressen jedes normale Wesen wie mich.«
Was sollte man nur dagegen unternehmen? So eine Panik würde doch jeden davon abhalten, ins Freie zu gehen.
Bob dachte angestrengt nach. Irgendwie musste es ihm doch gelingen, seinen Freund auf die Straße zu befördern.
»Die frische Luft wird dir gut tun.«
Doch dieser Vorschlag reichte noch nicht aus.
»Ich habe bisher auch ganz gut ohne sowas gelebt.«, antwortete Jimmy.
Bob wollte verzweifeln. Er warf einen Blick aus dem Fenster und staunte. Er konnte gar nicht glauben, was er da sah.
Sofort lief er durch die ganze Wohnung und durchsuchte Schubladen und Schränke, bis er fand, wonach er suchte.
»Unglaublich. Das wirst du nicht glauben.«, rief er laut.
Jimmy wurde neugierig und sah durch seine Finger hindurch.
»Was willst du denn mit dem Staubwedel anstellen?«
Bob schüttelte kräftig den Kopf.
»Du hast doch überhaupt keine Ahnung. Das ist kein Staubwedel, sondern der super mega geheime Zauberstab meines Großvaters. Damit konnte er böse, gemeine Ungeheuer in ganz normale Wesen verwandeln.«
Er lief zum Fenster, schwang den Staubwedel hin und her, während er unverständliche Zaubersprüche nuschelte.
»So. Schon erledigt. Jetzt können wir ganz gefahrlos nach draußen gehen. Es wird uns nichts und niemand anfallen. Dir wird nichts geschehen.«
Jimmy wollte es eigentlich nicht glauben, aber die Hoffnung war stärker. Also krabbelte er vorsichtig unter dem Bett hervor und warf einen nervösen Blick aus dem Fenster.
»He, du hast ja Recht. Das glaub ich einfach nicht. Da sind wirklich nur ganz normale Leute auf der Straße und es geht richtig friedlich vor sich.«
Er machte vor Freude einen Luftsprung und umarmte seinen Freund Bob.
»Los, lass uns nach draußen gehen. Es ist ein so herrlicher Tag.«
Gemeinsam öffneten sie nur Sekunden später die Tür und gingen an die frische Luft. Jimmy sah sich freudig um und begrüßte jeden, der ihm entgegen kam.
»Hallo, Herr Vampir und hallo, Frau Zombie.«, rief er.
»Seien sie gegrüßt, Fräulein Geist.«
Er konnte sich sogar nicht davon abhalten lassen, Herrn und Frau Mumie die in Stoffen eingewickelten Hände zu schütteln. Nicht ein einziger Mensch war zu sehen. Gab es denn nun überhaupt welche?
Die größte Freude überkam Jimmy, als er eine Horde Monster über einen Zebrastreifen flitzen sah.
»Schau mal. Die sehen so aus wie ich.«
Bob atmete erleichtert auf. Doch ein wenig war er noch verwundert. Warum hatten sich die Menschen als Monster verkleidet?
Plötzlich wehte der Wind durch die Straße und blies eine Zeitung vor sich her. Bob hob sie auf und sah auf die Titelseite. Dort stand:
›Menschen in Kostümen. Heute ist Halloween.‹

266. Falsche Geister

Falsche Geister

Langsam kroch die Dunkelheit von draußen in die große Burg hinein. Die Nacht brach herein.
»Heute ist eine ganz besondere Nacht.«, murmelte König Herbert vor sich hin.
»An Halloween kommen die Geister aus ihren Gräbern und treiben auf der ganzen Welt ihr Unwesen. Darum haltet eure Türen geschlossen und lasst die Kerzen brennen. Dann werden sie euch nicht belästigen.«
Die Söhne des Königs hörten sich diese Warnung gut an. Doch der Jüngste unter ihnen, Adalbert, hatte plötzlich einen Schabernack im Kopf. Er wollte seinen Brüdern einen Streich spielen.
Nachdem sich alle eine gute Nacht gewünscht hatten, schlich er sich in die Waschküche und stibitzte sich ein großes Bettlaken. Mit einer großen Schere schnitt er zwei Löcher für seine Augen hinein. Von dort aus ging es hinab in das Verließ.
Es waren gerade keine Gefangenen oder Soldaten dort zu sehen. Also würde es wahrscheinlich auch niemandem auffallen, wenn eine schwere Metallkugel mit rostiger Kette fehlen würde.
So ausgestattet schlich sich der Prinz in den Flur der Schlafgemächer. Die Kette legte er sich an sein Bein und das Bettlaken warf er sich über den Kopf. Sekunden später sah er wie ein richtiges Gespenst aus.
»Dann will ich doch mal schauen, ob meine großen Brüder wirklich an diese Geistergeschichten glauben.«
Vorsichtig öffnete er die erste Tür und schlich sich in den Raum dahinter. Es brannten tatsächlich alle Kerzen. Hatte Prinz Achim so viel Angst?
Gerade wollte Adalbert zu spucken beginnen, doch da hörte er plötzlich ein lautes und Angst einflößendes ›Huh‹.
Irgendwo rasselte eine Kette und eine schwere Eisenkugel wurde über den steinigen Boden geschleift.
Adalbert bekam Angst. Wer oder was konnte das sein? Vorsichtig schlich er auf den Gang zurück und sah sich um. Doch was er da erblickte gefiel ihm gar nicht. Es jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken.
Nur zu gern wäre der Prinz schreiend in sein Zimmer gelaufen, doch seine Angst nagelte ihn fest.
»Es gibt keine Geister, das weiß ich genau.«
Und doch sah er eine weiße Gestalt vor sich, an deren Bein eine lange Kette mit einer schweren Kugel hing. Es war ein Gespenst.
»Huh.«, machte es wieder.
»Zu Hilfe, helft mir.«
In diesem Moment stürmten die anderen Prinzen lachend auf den Flur und der Geist entledigte sich seines Bettlakens. Darunter kam ein grinsender Prinz Achim zum Vorschein.
»Na, kleiner Bruder, hast du dich auch schön gegruselt?«
Da wurde es Adalbert klar, dass er in seine eigene Falle getappt war. Er wurde rot im Gesicht und legte verschämt seine Verkleidung ab.
»Verdammt, immer seit ihr mir einen Schritt voraus.«, sagte er entschuldigend.
»Aber nächstes Jahr fällt mir etwas Besseres ein.«
Plötzlich hörten sie alle eine rasselnde Kette.
»Huh.«
Ein richtiges Gespenst kam um die Ecke gebogen.
»Ab in die Betten oder es wird euch schlecht ergehen.«
Die Prinzen erschraken und verschwanden sofort in ihre Betten. Bei so viel Schabernack hätten sie daran gedacht, dass es doch noch irgendwo einen echten Geist geben könnte.
Das Rasseln verstummte und unter dem Bettlaken kam König Herbert zum Vorschein.
»Wenigstens bekomme ich diese Bengel als Geist ins Bett geschickt.«
Zufrieden ging er in sein Schlafgemach.

(c) 2009, Marco Wittler