364. Rosenmontag oder „Papa, warum heißt der Tag Rosenmontag?“ (Papa erklärt die Welt 35)

Rosenmontag
oder ›Papa, warum heißt der Tag Rosenmontag?‹

Durch die Straßen der Stadt zogen unzählige Menschen. Sie alle hatten die verrücktesten Verkleidungen an. Hin und wieder warfen sie mit Bonbons und kleinen Blumensträußen.
»Ist der Rosenmontag nicht ein toller Tag?«, fragte Papa seine Tochter Sofie, die auf seinen Schultern saß und sich das bunte Treiben ansah.
»Ja, das macht einen riesigen Spaß.«
In diesem Moment fiel Papa die Neugier seiner kleinen Tochter ein. Er seufzte und bereitete sich auf die kommende Frage vor.
»Warum heißt der Tag heute Rosenmontag?«, fragte Sofie neugierig.
Papa kratzte sich am Kinn. Er dachte noch nach.
»Das ist eine sehr gute Frage. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die ich erst kürzlich gehört habe. Sie handelt zufällig vom Rosenmontag. Und die werde ich dir jetzt erzählen.«
Sofie strahlte über das ganze Gesicht.
»Oh ja, eine Geschichte.«
»Und wie fängt eine Geschichte immer an?«, fragte Papa.
Sofie lachte schon voller Vorfreude und antwortete: »Ich weiß es. Sie beginnt mit den Worten ›Es war einmal‹.«
»Ja, das stimmt. Absolut richtig. Also, es war einmal …«

Es war einmal in der Stadt Köln ein junge, wunderschöne Frau mit dem Namen Eisabeth, auf deren Liebe ein junger Mann namens Paul hoffte. Doch bisher hatte sie ihr Herz nicht an ihn verschenkt, denn Paul traute sich nicht, ihr seine Liebe zu gestehen.
Tag für Tag saß er hinter seinem Fenster und beobachtete Elisabeth, wenn sie die Straße entlang ging. Nur zu gern wäre Paul nach draußen gestürmt und hätte ihr eine Rose geschenkt. Aber dazu war er viel zu schüchtern.
»Wenn ich doch bloß mutiger wäre.«, verfluchte er sich dann immer selbst.
Doch das ganze Gejammer brauchte ihn auch nicht weiter. Es musste endlich etwas passieren.
Niedergeschlagen ging Paul eines Abends ins Gasthaus und traf sich dort mit seinen Freunden.
»Sie ist so schön, so unglaublich schön.«, schwärmte er mal wieder.
Seine Freunde verdrehten die Augen.
»Müssen wir uns das noch oft anhören? Du nervst ganz schön.«, grummelte Hans und schüttelte den Kopf.
»Schnapp dir endlich das Mädchen und werde glücklich mit ihr.«
Doch davon wollte Paul nichts wissen. Er wusste doch gar nicht, wie er das anstellen sollte. Also klagte er den anderen lieber sein Leid.
Doch plötzlich begann Hans zu grinsen.
»Ich habe da eine Idee. Ich werde dir zu deinem Glück verhelfen. Am Montag ist es dann so weit.«
Paul verstand nichts. Das hatte Hans auch so beabsichtigt. Mit einem Lächeln stand er auf und verließ die Runde.
»Verbringt bitte den Abend ohne mich, meine lieben Freunde. Ich habe noch ein paar Vorbereitungen zu machen. Am Montag wird der Paul endlich seine Freundin bekommen.«

Der Montag war gekommen. Paul war unglaublich aufgeregt. Er wusste noch immer nicht, was heute geschehen sollte, als Hans ihn zu Hause abholte.
»Hier zieh das an, komm mit mir mit und stell keine Fragen.«
Paul war verwirrt und sah in die Tasche hinein, die er nun in Händen hielt. Im Innern fand er ein Kostüm.
»Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich damit das Herz einer Frau gewinnen kann, oder?«
Hans schüttelte den Kopf.
»Ich sagte doch, du sollst keine Fragen stellen.«
Ein paar Minuten später sahen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich. Beide hatten sich in bunte Clowns verwandelt.
»Los geht’s. Wir wandern jetzt gemeinsam zum Dom. Dort wartet schon die schöne Elisabeth auf eine Überraschung. Ich habe sie um elf Minuten nach elf Uhr her bestellt, ohne ihr zu sagen, worum es geht.«
Vor Pauls Augen drehte sich alles. Er verstand nichts mehr.
»Warum wandern wir gemeinsam? Wer ist denn da noch?«
Die Antwort auf seine Frage bekam er nur wenige Sekunden später, als er das Haus verließ. In allen Straßen standen unzählige Clowns bereit. Sie alle sahen so aus wie er.
»Du meine Güte, das sieht aus, als wären das alle Männer der gesamten Stadt.«
Hans nickte zufrieden.
»Und wir marschieren nun gemeinsam zur Elisabeth und werden sie überraschen.«
In einem großen Umzug gingen nun die Clowns zum Dom. Als sie nacheinander vor Elisabeth traten, holten sie jeweils eine einzelne Rose hervor, legten sie ihr zu Füßen und flüsterten ihr etwas zu. Es war immer der selbe Satz:
»Er liebt dich.«
Der letzte in der Reihe war Paul. Sein Herz pochte wie wild. Er hatte große Angst. Doch plötzlich wurde ihn klar, dass er nichts zu verlieren hatte.
»In diesem Kostüm wird sie mich nicht einmal erkennen. Also kann es gar nicht so schlimm werden.«
Er warf alle Angst fort, kniete sich vor Elisabeths Füßen auf den Boden, hielt ihr eine Rose hin und gestand ihr seine Liebe. Dann sah er ihr tief in die Augen und wartete gespannt auf ihre Antwort.
»Ich liebe dich auch, mein Paul.«, waren ihre Worte.
Dann fiel sie ihm um den Hals und gab ihm einen langen Kuss.

Sofie strahlte von einem Ohr zum anderen, während sich eine ältere Dame neben Papa leise räusperte.
»Das war eine tolle Geschichte. Aber ich glaube ihnen davon kein einziges Wort.«
Nun musste Sofie laut lachen.
»Hey, das sage ich doch sonst immer.«

(c) 2011, Marco Wittler

192. Die Radioreportage

Die Radioreportage

»Meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich bin der rasende Rudi und möchte sie herzlich zu unserer Radioreportage begrüßen.
Sie werden es mir nicht glauben, aber die Szenen, die ich ihnen in den folgenden Minuten beschreiben werde, spielen sich tatsächlich vor meinen Augen ab. Mir scheint es, als würde die Erde auf den Kopf gestellt worden sein. Regeln gelten nicht mehr. Heute ist plötzlich alles anders.
Noch vor ein paar Minuten sah ich einen Verbrecher in seinem gestreiften Hemd friedlich mit einem Polizisten die Straße entlang marschieren. Von Diebesgut und Handschellen war allerdings nichts zu sehen. Mir kam es beinahe vor, als wären die Zwei seit Jahren dicke Freunde.
Und nun – nein, das wird mir niemals jemand glauben – zieht eine unüberschaubare Gruppe von Hunden und Katzen durch die Stadt. Ja, sie hören richtig. Gemütlich laufen diese Tiere an mir vorbei. Da ist kein Knurren und kein Fauchen zu hören. Sie sind alle in bester Laune. Alles bleibt erstaunlich friedlich.
Was ist hier bloß geschehen? Ist es ein verrückter Zauber oder gar ein Fluch, der sich über diese Stadt gelegt hat? Oder ist es nur die Ruhe vor dem Sturm? Wird vielleicht doch noch in ein paar Minuten eine große Katastrophe geschehen? Wir wissen es nicht. Aber ich wäre nicht der rasende Rudi, wenn ich nicht vor Ort bleiben würde, um sofort über jedes Ereignis zu berichten.
Ich traue meinen Augen nicht. Die unmöglichsten Dinge geschehen hier überall. Nur eine Straße weiter entdecke ich Piraten, Seeleute und Matrosen, die zusammen in das gleiche Gasthaus einkehren. Sie teilen den Tisch und das Bier miteinander. Hat es jemals Ähnliches vorher gegeben? Ich glaube nicht.
Selbst der Zoo macht vor diesem Wahnsinn nicht halt. Soeben lief ein riesiger Eisbär an mir vorbei, auf seinen Schultern einen kleinen Pinguin sitzend. Dabei weiß doch jeder, dass dieses weiße Zotteltier sehr gefährlich werden kann.
Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich denken soll. Alles steht Kopf. Nichts hält sich an die Naturgesetze oder Regeln. Dieser Tag wird definitiv in die Geschichte eingehen.
Doch was ist das? Sehe ich wirklich richtig oder werde ich nun langsam auch noch verrückt?
Es nähert sich ein riesiges, prunkvolles Fahrzeug. Oben, auf einem Balkon, stehen ein Prinz und ein Bauer einträchtig nebeneinander. Und als ob das nicht schon ungewöhnlich genug wäre, gesellt sich eine bärtige Jungfrau hinzu. Um den Wagen regnet es Bonbons, Blumensträuße und Schokolade, als wäre das Schlaraffenland Wirklichkeit geworden.
Wer das alles nicht selbst miterlebt, wird sich nicht vorstellen können, dass es tatsächlich stattgefunden hat.
Mit diesen Eindrücken möchte ich mich nun verabschieden und gebe zurück ins Funkhaus.«

Im Sender drückte der Radiomoderator ein paar Knöpfe und beendete die Funkverbindung, bevor er in sein Mikrofon sprach.
»Das war unser rasender Reporter Rudi, der uns in seiner unnachahmlichen Art und Weise vom kölner Karneval berichtete.
Wenn sie also noch ein schickes Kostüm besitzen und nicht wissen, wo sie am heutigen Rosenmontag feiern sollen, dann kommen sie doch einfach nach Köln, denn hier ist richtig was los.«
Der Moderator legte etwas Karnevalsmusik auf und begann zu schunkeln.

(c) 2009, Marco Wittler

191. Papa hat verschlafen

Papa hat verschlafen

Papa schnarchte gemütlich vor sich hin. Selbst das laute Klingeln des Weckers konnte ich an diesem Morgen nicht stören.
„Sei still!“ murmelte er vor sich hin, drehte sich um und schnarchte einfach weiter. Als er irgendwann laut gähnend wach wurde und sich umsah, fiel er erschrocken aus dem Bett und landete unsanft auf dem kalten Boden des Schlafzimmers.
„Was?“ rief er entsetzt.
„Draußen ist es schon hell? Wie spät ist es denn?“
Papa stellte fest, dass er schon vor einer Stunde hätte aufstehen müssen. Er hatte verschlafen.
„Verdammt. Dann muss ich heute Morgen wohl auf meine Dusche und das Frühstück verzichten.“
Er sprang in seine Pantoffeln und rannte hinunter in die Küche. Schnell packte er sich ein paar Scheiben Brot in seine Frühstücksdose und legte etwas Salami dazu. Traurig sah er zur Kaffeemaschine und seufzte.
„Heute also nur Filterkaffee in der Arbeit.“
Er zog sich seine Jacke über, schnappte sich den Schlüsselbund und fuhr mit dem Auto los. Auf dem Weg in sein Büro hätte er fast zwei rote Ampeln überfahren, so eilig hatte er es.
Eine halbe Stunde später kam er an. Mit beinahe fliegenden Schritten erstürmte er das Gebäude. Papa konnte sich schon sehr gut vorstellen, wie sauer seine Kollegen sein würden. Doch dann kam alles ganz anders.
Mit lächelnden Gesichtern begrüßten sie ihn. Alle waren freundlich und lobten ihn für seinen tollen Einfall.
„Einfall? Was denn für ein Einfall?“
In diesem Moment kam sein Chef ins Büro. Von hinten klopfte er Papa anerkennend auf die Schulter.
„Mensch, Meier. Sie sind der Größte. Keiner ihrer Kollegen hat sich getraut, heute mit einem Kostüm zur Arbeit zu kommen. Dabei ist doch Karneval. Aber ich wusste, dass ich mich auf sie immer verlassen kann.“
Papa wurde knallrot im Gesicht.
„Kostüm? Was?“ stammelte er vor sich hin.
Verwirrt sah er an sich herab und stellte fest, dass er sich in der Eile nicht umgezogen hatte. Er steckte noch immer in seinem Schlafanzug.

(c) 2014, Marco Wittler

190. Weiberfastnacht oder „Papa, was machen die Weiber im Rathaus?“ (Papa erklärt die Welt 28)

Weiberfastnacht
oder ›Papa, was machen die Weiber im Rathaus?‹

»… erstürmten die närrischen Weiber um elf Uhr elf die Rathäuser deutscher Städte. Unzählige Krawatten fielen diesem Überfall zum Opfer.«
Sofie machte große Augen. Eine Horde Frauen hatte den Bürgermeister aus seinem Büro vertrieben. Sie übernahmen die Macht über die Stadt.
»Können die denn die Arbeit des Bürgermeisters wirklich übernehmen?«, fragte sie?
Papa musste lachen, bevor er einen Versuch startete, ihr den Beginn des Karnevalsfestes zu erklären.
Sofie verzog den Mund und schmollte.
»Nun lach mich doch nicht aus. Ich bin noch klein und weiß nicht Bescheid.«
Sie verschränkte die Arme vor der Brust.
»Papa, was die Weiber da im Rathaus?«
Papa hielt inne, kratzte sich am Kinn und dachte nach.
»Also gut. Ich werde auch nicht mehr lachen, denn das ist eine gute Frage. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die ich erst kürzlich gehört habe. Sie handelt zufällig von einer Horde Karnevalsweiber. Und die werde ich dir jetzt erzählen.«
Sofie strahlte über das ganze Gesicht.
»Oh ja, eine Geschichte.«
»Und wie fängt eine Geschichte immer an?«, fragte Papa.
Sofie lachte schon voller Vorfreude und antwortete: »Ich weiß es. Sie beginnt mit den Worten ›Es war einmal‹.«
»Ja, das stimmt. Absolut richtig. Also, es war einmal …«

Es war einmal vor langer Zeit eine kleine Stadt, in der die Menschen tagein und tagaus ihren Geschäften nachgingen. Doch einmal im Jahr änderte sich das.
Immer, wenn sich auf dem Kalender der Aschermittwoch näherte und mit ihm die Fastenzeit, legten die Männer der Stadt ihre Arbeit nieder. Eine Woche lang feierten sie rauschende Feste, aßen so viel sie konnten und tranken übermäßig Wein und Bier. Sie waren der Meinung, dass sie sonst die lange Fastenzeit bis Ostern nicht anders überleben konnten.
In der Zeit der großen Feste blieb die Arbeit natürlich nicht liegen. Die Männer bestanden darauf, dass sich die Frauen darum kümmern sollten.
So hatten die Frauen die stressigste Woche des ganzen Jahres vor sich. Sie kümmerten sich um den Haushalt, die Wäsche, die Kinder und nun auch noch um alles andere. Bis zum Abend waren sie kraftlos, müde und richtig sauer. Doch das interessierte die Männer nicht.

Irgendwann waren es die Frauen Leid. Wieder einmal stand die Karnevalszeit vor der Tür. Die Wein- und Bierfässer wurden in die Wirtschaften und Gasthäuser gebracht. Die Feste würden schon in wenigen Tagen beginnen. Doch dieses Mal sollte alles anders kommen.
In einer alten Waschküche standen fünf Waschweiber zusammen. Sie redeten über die bevorstehende Woche und sofort graute es ihnen.
»Dagegen muss man doch etwas unternehmen. Unsere Männer nutzen uns doch nur aus.«
Dieser Meinung waren sie alle. Also schmiedeten sie einen Plan.
»Aber wie sollen wir uns denn wehren? Der Bürgermeister achtet doch ganz genau darauf, dass die Männer nicht gestört werden.«
Also musste er als erster aus dem Weg geräumt werden.

Es war der Donnerstag vor Aschermittwoch. Der Bürgermeister saß in seinem Sessel und zitterte. Seit Urzeiten feierten die Männer ihren Karneval, ohne dabei gestört zu werden. Doch nun war das Gerücht umgegangen, dass die Weiber etwas dagegen unternehmen wollten. Man sagte sich, dass sie um elf Uhr das Rathaus erstürmen und die Macht übernehmen wollten. Aus diesem Grund hatte der Bürgermeister Soldaten vor den Eingangstüren postieren lassen.
Die Uhr schlug elf. Doch in den Straßen blieb es ruhig. Zuerst waren die Wachmänner unsicher. Doch mit jeder Minute wurden sie ruhiger und sicherer, dass alles nur Gerede gewesen sein. Nach ein paar Minuten verließen sie ihre Posten und kehrten in ihre Feierstuben zurück.
Auf diesen Augenblick hatten die Frauen nur gewartet. Die Uhr zeigte elf Minuten nach elf Uhr an. Mit Scheren bewaffnet lief eine Horde Weiber in das Rathaus hinein. Allen Männern wurden sofort die Krawatten abgeschnitten und die Schnürsenkel der Schuhe durchtrennt.
»Du meine Güte. Ohne meine Krawatte kann ich mich doch nicht auf dem Fest sehen lassen.«, riefen die einen verzweifelt.
»Hilfe. Wie soll man sich denn noch in diesen Schuhen fort bewegen?«, sagten die anderen.
Es dauerte nicht lange, bis auch der Bürgermeister den Weibern zum Opfer fiel. Er wurde aus seinem Büro vertrieben. Die Anführerin der Frauen stellte sich mit ihrer Krawattenbeute auf den Balkon und unterrichtete die Stadt darüber, dass nun die Weiber herrschen würden.
Sofort bekamen die Männer Angst. Mussten sie nun auf ihre Feiern verzichten? Würde nun alles anders herum ablaufen?
Doch die Frauen waren freundlich und hatten andere Ideen im Kopf.
»Wir feiern von nun an zusammen. Der heutige Tag gehört uns Weibern. Wir übernehmen das Rathaus, die Macht und den ganzen Spaß. Danach dürft ihr gerne wieder in die Gasthäuser einziehen.«
Mit diesem Vorschlag waren alle zufrieden. Ein paar Änderungen gab es dann aber doch noch. Die Frauen wollten jedem Mann zeigen, dass sie wirklich die Herrschaft übernommen hatten. Also verkleideten sie sich als Bürgermeister, Lehrer, Bäcker und was ihnen noch alles einfiel.

Sofie lachte.
»Da sind die Weiber und Frauen ja sehr schlau gewesen. Man darf die Männer ja nicht immer alleine feiern lassen.«
Sie drückte Papa an sich.
»Das ist endlich mal eine Geschichte von dir, die ich dir wirklich glaube.«
Sie ging in ihr Zimmer, verkleidete sich und kam anschließend mit ihrer Bastelschere in das Wohnzimmer gestürmt. Sie schnitt Papa die Krawatte vom Hals und strahlte über das ganze Gesicht.
»Jetzt habe ich die Macht hier im Haus.«, sagte sie zu Papa.
»Also gehst du jetzt in die Küche und kümmerst dich um das Mittagessen. Ich werde mich so lange um den Fernseher kümmern. Der gehört für heute mir.«

(c) 2009, Marco Wittler