579. Nik und Nele auf Ufo-Jagd

Nik und Nele auf Ufo-Jagd

»Warum muss es denn jetzt schon so spät sein?« Nik sah auf die große Uhr an der Wand und seufzte laut. »Ich mag noch gar nicht schlafen.«
»Irgendwann muss der Tag mal vorbei sein.« sagte Mama, die gerade den Kopf ein letztes Mal durch die Tür des Kinderzimmers steckte.
»Schlaft gut und träumt schön, ihr zwei. Wir sehen uns Morgen früh.«
Dann schaltete sie das Licht aus und schloss die Tür hinter sich. Genau in diesem Augenblick blitzte ein Lichtschein am dunklen Herbsthimmel auf und verschwand gleich wieder. Sekunden später leuchtete wieder etwas auf und wieder und wieder.
»Was ist das?« Nik kletterte neugierig aus seiner oberen Hälfte des Etagenbetts.
Seine Zwillingsschwester Nele folgte ihm zum Fenster. Gemeinsam sahen sie nach draußen. »Siehst du das? Die Lichter kommen von unten und fliegen ins Weltall hinaus. Das Es können also keine Sternschnuppen sein.«
Nik grübelte. »Aber sehen wir denn dann?«
»Das müssen Ufos sein.«
»Eine Invasion? Greifen uns Außerirdische an, wie ich es gestern in einem Film gesehen habe? Aber dann würden sie doch landen und nicht heimlich in der Dunkelheit verschwinden.«
Nele dachte nach. »Das ist keine Invasion. Wir werden nicht angegriffen. Sie flüchten. Sie haben vor irgendetwas Angst. Große Angst.«
So schien es wirklich zu sein, denn immer mehr Lichtpunkte starteten zu den Sternen hinauf.
»Wir sollten ihnen folgen und heraus finden, was da los ist.«
Sie liefen zurück zum Bett und setzten sich darauf. Nele legte ihr Kopfkissen zur Seite und drückte auf den großen, roten Knopf, der darunter zum Vorschein kam. An den Seiten des unteren Betts schoben sich dicke Glasscheiben nach oben. Die Türen des Balkons öffneten sich und das Bett schwebte langsam darauf zu. Das ungewöhnliche Raumschiff flog in Richtung Himmel davon.

»Wo sind sie?« fragte sich Nele.
Nik fand die Raumschiffe. Sie waren überall. Egal, in welche Richtung er sah, entdeckte er die Flüchtlinge.
»Hoffentlich können wir sie auch verfolgen. Die scheinen es ganz schön eilig zu haben. Ich bin gespannt, wo es hin geht.«
Die kleinen, rasenden Lichtpunkte hatten alle das gleiche Ziel: Die dunkle Seite des Mondes.
»Ob sie sich dort verstecken wollen, weil ihre Invasion nicht geklappt hat?« wagte Nele eine Vermutung. »Dort kann man sie jedenfalls von der Erde aus nicht entdecken.«
Die Zwillinge folgten den Raumschiffen und landeten schließlich in der Mondnacht.
»Wahnsinn.« war Nik begeistert. »Das sind so viele Raumschiffe, dass ich sie gar nicht zählen kann.«
Die Kinder stiegen aus, näherten sich langsam einem der Raumschiffe und warteten. Als sich nichts tat, öffneten sie die Eingangstür.
Im Innern fanden sie fünf Astronauten, die ihre Raumanzüge angelegt hatten. Die fünf erschreckten sich, als sie die Kinder entdeckten.
»Hilfe! Menschenkinder!« riefen sie entsetzt. »Tut uns bitte nichts.«
Nele lächelte freundlich. »Wir sind nicht gekommen, um euch etwas anzutun. Wir sind nur neugierig, warum ihr in so großer Zahl die Erde verlassen habt. Was ist los?«
Die Astronauten setzten ihre Helme ab. Zur Überraschung der Zwillinge kamen darunter keine normalen Köpfe zum Vorschein. Es waren orange Kürbisköpfe.
»Ihr seid Kürbisse?«
Die Kürbisse nickten.
»Warum seid ihr zum Mond geflogen? Hier oben gibt es nichts als Steine und Felsen.«
»Hier oben sind wir aber in Sicherheit.«
Nik grinste, als er verstand, worum es ging. Er knuffte seine Schwester in die Seite.
»Nächste Woche ist Halloween. Sie wollen nicht gegessen und auch nicht mit Messern zu gruseligen Fratzen verschnitzt werden.«
Wieder nickten die Kürbisse. »Wir wollen diese grausame Fest einfach nur überleben. Außerdem erschrecken wir uns immer vor den vielen Gespenstern, Monstern und Geistern, die in der Nacht unterwegs sind und um Süßigkeiten betteln.«
Dafür hatten die Kinder Verständnis. Sie wünschten den Flüchtlingen alles Gute und verabschiedeten sich wieder. »Wir werden niemandem euer Versteck verraten.«
Dann setzten sie sich wieder in ihr fliegendes Bett und machten sich auf den Heimweg.
»Ich glaube, ich muss Morgen früh mit Papa reden.« dachte Nele nach. »Er wollte mir einen Kürbis zum Schnitzen kaufen. Den möchte ich jetzt doch nicht mehr haben.«

(c) 2014, Marco Wittler

578. Nik und Nele auf dem Roboterplaneten (Nik und Nele 04)

Nik und Nele auf dem Roboterplaneten

»Warum muss es denn jetzt schon so spät sein?« Nik sah auf die große Uhr an der Wand und seufzte laut. »Ich mag noch gar nicht schlafen.«
»Irgendwann muss der Tag mal vorbei sein.« sagte Mama, die gerade den Kopf ein letztes Mal durch die Tür des Kinderzimmers steckte.
»Schlaft gut und träumt schön, ihr zwei. Wir sehen uns Morgen früh.«
Dann schaltete sie das Licht aus und schloss die Tür hinter sich.
»Wir sollten noch etwas unternehmen.« sagte nun auch Niks Zwillingsschwester Nele in die Dunkelheit hinein.
»Ich bin noch gar nicht müde. Schlafen kann ich später auch noch. Was hälst du von einem Ausflug?«
Sie starrte nach oben, in der Hoffnung, dass ihr Bruder zustimmen würde. Der ließ sich nicht lange bitten, kletterte vom oberen Etagenbett nach unten und setzte sich neben Nele.
»Du hast dir doch bestimmt schon ein Ziel ausgesucht, oder?«
Nele knipste ihre Taschenlampe an, holte ihr dickes Weltraumbuch unter der Decke hervor und blätterte ein paar Sekunden darin herum. Sie tippte mit geschlossenen Augen auf eine der Seiten.
»Kepler 186-f im Sternbild Schwan. Ist nur 490 Lichtjahre von hier entfernt. Praktisch um die Ecke.« Nele grinste. »Der Planet wurde erst vor zwei Jahren entdeckt und ist ungefähr so groß wie unsere Erde. Fliegen wir hin und sehen, was es da zu entdecken gibt.«
Sie klappte das Buch zu, legte ihr Kopfkissen zur Seite und drückte auf den großen, roten Knopf, der darunter zum Vorschein kam. An den Seiten des unteren Betts schoben sich dicke Glasscheiben nach oben. Die Türen des Balkons öffneten sich und das Bett schwebte langsam darauf zu.
»Nächster Halt: Kepler 186-f. Intergalaktischer Raumflughafen.« Nele grinste und machte es sich gemütlich, während die Kinder mit ihrem sehr ungewöhnlichen Raumschiff in Richtung Himmel flogen.

Es war ein langer Flug gewesen. Die Zwillinge hatten unzählige Sterne, Planeten und Kometen gesehen, bevor sie im Sternbild Schwan angekommen waren.
»Ist ganz schön kalt hier.« beschwerte sich Nick, der gerade ausstieg.
»Der Planet ist etwas weiter von der Sonne entfernt als unsere Erde. Deswegen kommt auch weniger Wärme an. Hier leben bestimmt nur Eisbären und Pinguine.« vermutete Nele.
Dass sie damit falsch lag, wurde schnell klar, als ihnen eine kleine Gestalt entgegen kam.
»4-6-A-Beta erbittet eure Kennung.« verlangte eine Computerstimme.
»Ist das etwa ein Roboter?« bekam Nik große Augen. »Ein echter Roboter?«
»4-6-A-Beta erbittet eurer Kennung.« kam die Aufforderung ein zweites Mal.
»Wir sind Nik und Nele.« erklärte Nele. » Wir sind Geschwister und kommen vom Planeten Erde.«
»Warum seid ihr zu uns gekommen?« wollte 4-6-A-Beta wissen.
»Wir fliegen gern durch das All und besuchen andere Welten. Es macht uns einfach Spaß.«
Der 4-6-A-Beta legte verwirrt den Kopf schräg. Dies konnte man nun auch bei den anderen Robotern beobachten, die sich mittlerweile zu ihm gesellten.
»Was ist Spaß?« fragten sie gemeinsam.
»Wie? Ihr wisst nicht, was Spaß ist?« Nik konnte es nicht glauben.
»Spaß hat mit Freude zu tun. Es ist ein schönes Gefühl.«
»Was ist sind Gefühle?«
Die Roboter machten es den Kindern nicht einfach.
»Sie sind Maschinen.« begriff Nele langsam. »Sie haben kein Herz und deswegen auch keine Gefühle.«
Die Roboter schüttelten langsam ihre Köpfe. »Wir haben Herzen.« Sie öffneten alle gleichzeitig eine Klappe im Brustpanzer. Darin steckte ein kleiner, metallischer Klumpen, dem man nicht mehr ansehen konnte, was er mal gewesen war.
»Wir müssen dagegen etwas unternehmen.« war Nele entschlossen. Wir zeigen euch, was Gefühle sind.«
Nik war der gleichen Meinung. »Fangen wir mit mit Freude und Spaß an. Lacht mal.«
Die Roboter lachten leise und mechanisch. Es klang nicht so richtig echt.
»Das muss aus dem Bauch kommen. Wartet, ich erzähle euch einen Witz.«
Und dieser Witz erzielte endlich eine Wirkung. Das Lachen der kleinen Maschinen wurde herzlicher. Es klang endlich nach einem richtigen Gefühl. Das zeigte sich auch den verklumpten Herzen. Sie leuchteten leicht rot und wuchsen.
»Und jetzt machen wir mit Freundschaft und Liebe weiter.« fuhr Nele fort, während sie ihren Bruder umarmte und drückte. »Macht es einfach nach.«
Es sah sehr steif aus, wie sich die Roboter umarmten. Doch mit jedem Moment, der verging, wirkte es herzlicher.
»Das ist wirklich schön.« war 4-6-A-Beta begeistert, der noch gar nicht glauben konnte, dass sein Herz ein ganzes Stück gewachsen war.
»Kommen wir nun zur Trauer. Man denkt an etwas, das einem gar nicht gefällt.« erklärte Nele.
»Unser Opa ist im letzten Jahr gestorben. Wir werden ihn nie wieder sehen, nie wieder mit ihm lachen können. Er wird uns nie wieder eine Geschichte vorlesen können.«
Ihr liefen dicke Tränen über die Wangen, die im Schnee unter ihren Füßen verschwanden. Nik erging es nicht anders.
Die Roboter dachten nach. Sie sahen sich um. Schließlich landeten ihre Blicke auf ihren Herzen.
»Wir wollen unsere neu gewonnenen Gefühle nicht verlieren.«
Sie fielen sich gegenseitig in die Arme und schon rollten an ihren Gesichtern Tränen hinab.
»Sie haben es verstanden.« war Nele begeistert.
Doch dann geschah etwas, womit die Zwillinge nicht gerechnet hatten. Die Roboter verkrümmten sich und schrien vor Schmerzen.
»Hilfe!« rief 4-6-A-Beta. »Die Tränen tun mir weh. Ich fange an zu rosten.«
»Oh nein.« Nik wusste nicht, was sie unternehmen sollten. »Die Roboter dürfen nicht weinen. Der Rost wird ihre Panzer zerfressen. Sie werden sterben.«
Aber da hörten die Roboter schon wieder mit ihrem Geheul auf. Sie grinsten über das ganze Gesicht.
»Schadenfreude.« lachte er begeistert. »Witz und Schabernack. Wir haben euch auf den Arm genommen. Noch ein schönen Gefühl. Wir sind euch wirklich dankbar. Ihr habt uns mit den Gefühlen das größte Geschenk unseres Lebens gemacht. Wir sind euch so dankbar, wissen aber nicht, was wir euch dafür geben könnten.«
Nele schüttelte den Kopf, während sie schon wieder in das Bett stieg.
»Eure Freude ist uns schon Dank genug. Der Besuch bei euch hat uns sehr viel Spaß gemacht.«
Sie zog ihren Bruder zu sich auf die Matratze. Dann winkten die Geschwister zum Abschied und flogen wieder nach Hause.

(c) 2014, Marco Wittler

577. Nik und Nele auf dem Planeten der Hunde (Nik und Nele 03)

Nik und Nele auf dem Planeten der Hunde

Es war ein schöner Oktoberabend gewesen. Nur leider wurde es mittlerweile schon viel zu früh dunkel. Die warme Sonne hatte sich hinter dem Horizont verkrochen und ihre warmen Strahlen gleich mitgenommen.
»Schon komisch, dass es jetzt so früh dunkel wird. Das ist im Sommer einfach schöner.« murmelte Nik in seinem Bett vor sich hin.
»Aber dafür schlaft ihr dann auch schneller ein.« sagte Mama, die gerade den Kopf ein letztes Mal durch die Tür des Kinderzimmers steckte.
»Schlaft gut und träumt schön, ihr zwei. Wir sehen uns Morgen früh.«
Dann schaltete sie das Licht aus und schloss die Tür hinter sich.
»Wir sollten noch etwas unternehmen.« sagte nun auch Niks Zwillingsschwester Nele in die Dunkelheit hinein.
»Ich bin noch gar nicht müde. Schlafen kann ich später auch noch. Was hälst du von einem Ausflug?«
Sie starrte nach oben, in der Hoffnung, dass ihr Bruder zustimmen würde. Der ließ sich nicht lange bitten, kletterte vom oberen Etagenbett nach unten und setzte sich neben Nele.
»Du hast dir doch bestimmt schon ein Ziel ausgesucht, oder?«
Nele knipste ihre Taschenlampe an, holte ihr dickes Weltraumbuch unter der Decke hervor und blätterte ein paar Sekunden darin herum.
»Der Planet Pluto. Der ist so weit weg von der Sonne. Da ist es bestimmt ganz einsam. Der braucht unbedingt einen Besuch.«
Nik grinste. »Du weißt aber schon, dass Pluto kein Planet mehr ist?«
Nele nickte und verdrehte die Augen. »Ja, ich weiß, dass Pluto seit 2006 kein Planet mehr ist. Er ist nur noch ein Kleinplanet. Aber du hast vielleicht noch nicht mitbekommen, dass man dieses Jahr darüber geredet hat, ihn wieder zu einem echten Planeten zu machen.«
Sie klappte das Buch zu, legte ihr Kopfkissen zur Seite und drückte auf den großen, roten Knopf, der darunter zum Vorschein kam. An den Seiten des unteren Betts schoben sich dicke Glasscheiben nach oben. Die Türen des Balkons öffneten sich und das Bett schwebte langsam darauf zu.
»Nächster Halt: Pluto. Intergalaktischer Raumflughafen.« Nele grinste und machte es sich gemütlich, während sie mit ihrem sehr ungewöhnlichen Raumschiff in Richtung Himmel flogen.

»Die Umlaufbahn Plutos ist sehr ungewöhnlich. Er ist mal näher und mal weiter weg von der Sonne als sein Nachbar Neptun. Ihre Bahnen kreuzen sich immer wieder. Hoffentlich stoßen sie dabei nie zusammen.« dachte Nele über ihr Ziel nach.
»Wird schon gut gehen.« warf Nik ein. »Auch im Weltall gilt Rechts vor Links.«
»Wusstest du, dass man annimmt, dass Pluto mal ein Mond Neptuns war?« fragte Nele weiter.
»Neptun hat vor langer Zeit den Mond Triton eingefangen. Dadurch wurden Pluto und sein Mond Charon weggeschleudert. Nun drehen sie sich jeweils umeinander.«
In diesem Moment kamen sie an Charon vorbei, der nur ein kalter, grauer Felsbrocken war.
»Neben ihm gibt es noch vier weitere Monde. Nix, Hydra, Kerberos und Styx.«
Nik lachte laut. »Auf Nix ist bestimmt nix los.«
»Deswegen landen wir auch in wenigen Augenblicken auf der Oberfläche des Pluto.«

Die Landung war problemlos gewesen. Sanft hatte das Etagenbett seine Beine in den Staub der Plutooberfläche gesetzt und dann die schützenden Glasscheiben gesenkt.
»Wuff!« machte es plötzlich von einer Seite.
»Wuff!« kam es dann von der anderen Seite.
Von überall her stürmten Hunde heran. Kleine und Große, Dicke und Dünne, mit kurzem und langem Fell und tropfenden Sabbermäulern.
»Wo sind wir denn hier gelandet?« fragte sich Nik verwirrt. »Ich dachte, Pluto wäre unser Ziel gewesen und kein Hundetrainingsplatz.«
Nele schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn. »Mensch. Denk doch mal nach. Der Planet heißt Pluto, wie der Hund von Micky Maus. Einer seiner Monde ist Kerberos. Das ist der Höllenhund bei den alten Griechen. Wir sind hier auf einem Hundeplaneten.«
»Hundezwergplanet!« verbesserte Nik grinsend.
Nun waren die Hunde heran. Sie setzten sich schwanzwedelnd vor das Bett und sahen die beiden Menschen erwartungsvoll an.
»Spazieren gehen?« fragte einer von ihnen.
»Werft mir ein Stöckchen! Werft mir ein Stöckchen.« ein anderer.
»Habt ihr Leckerlis dabei? Ihr habt doch bestimmt ganz tolle Leckerlis.«
»Ich will Gassi gehen. Ich habe extra meine Leine mitgebracht.«
In diesem Moment kam eine große Dogge anmarschiert. Sie war mindestens zwei Köpfe größer als alle anderen Hunde, die sich bereits versammelt hatten. Etwas scheu machte man ihr Platz.
»Sitz!« rief die Dogge. Alle Hunde setzten sich und wurden still.
»Ich bin hier der Leithund.« sagte die Dogge mit kräftiger Stimme.
»Ihr seid  ohne meine Erlaubnis auf unserem Planeten gelandet. Nach unseren Gesetzen steht darauf eine hohe Strafe.«
Die Zwillinge sahen sich ängstlich an.
»Auf das Betreten unseres Reviers stehen drei Jahre sozialer Dienst. Das bedeutet, ihr müsst nun jeden Tag mit uns Gassi gehen, uns Leckerlis geben, Stöckchen werfen und mir ganz persönlich den Bauch kraulen.«
Die Dogge legte sich auf den Rücken und machte einen Herz erweichenden Hundeblick.
»Bitte, bitte, bitte krault mich.«
Nele verdrehte die Augen und drückte entschlossen auf den roten Startknopf des Bettes.
»Das ist uns zu anstrengend. Aber wir schicken euch gerne mal  ein paar Schickimickidamen vorbei. Die tragen euch bestimmt gern den ganzen Tag in ihren großen Handtaschen durch die Gegend.«
Die Schutzgläser des Bettes hatten sich geschlossen. Nik und Nele flogen zurück zur Erde.
»Verrückte Planeten gibt es.« lachte Nele. Dann schlug sie ihr Weltraumbuch auf und suchte bereits nach dem nächsten Flugziel für eine andere Nacht.

(c) 2014, Marco Wittler