447. Löcher in den Zähnen (Hallo Oma Fanny 20)

Hallo Oma Fanny.

Ich bin es, der Noah. Heute ist Mama mit mir zum Zahnarzt gefahren. Sie sagte, ich würde meine Zähne nicht ordentlich genug putzen. Da wären bestimmt ganz viel Karies und Löcher drin, die der Doktor wieder flicken müsste.
Ich hatte natürlich ganz viel Angst, denn meine Schwester hat mir erzählt, dass die Karies mit einem großen Bohrer raus gemacht würde.
Ich hab die ganze Zeit überlegt, wie ich mich drücken konnte, aber es fiel mir nichts Gescheites ein. Den großen Pappkarton in meinem Kleiderschrank kannte Mama leider schon.
Am Nachmittag fuhren wir los. Eine halbe Stunde später saß ich dann auch schon im Behandlungsstuhl. Mir konnte man die Angst richtig ansehen. Aber dann kam der Zahnarzt rein und begrüßte mich ganz nett. Er fuhr mich mit dem Stuhl ein paar Mal rauf und runter. Das war richtig lustig und fühlte sich wie ein Karussell an. Da verschwand die Angst dann von ganz allein.
Also hab ich dann meinen Mund aufgemacht und den Doktor da rein schauen lassen. Und nun rate mal, was er da gefunden hat. Richtig. Nichts. Gar nichts. Keine Karies und keine Löcher. Es war alles in Ordnung.
Als nächstes kam dann Mama an die Reihe. Sie legte sich hin und öffnete grinsend ihren Mund. Sie hatte mir schon vorher erzählt, dass sie ganz gesunde Zähne hat. Aber plötzlich wurde sie bleich, denn der Zahnarzt tippte mit seinem kleinen Spiegel auf einen ihrer Zähne. Er hatte doch Karies und ein Loch gefunden.
Nun wurde bei Mama gebohrt und repariert. Das lag bestimmt daran, dass sie abends immer so viel Weingummi und Schokolade nascht.

Liebe Oma Fanny, ich freue mich schon auf deinen nächsten Brief. Bis bald.
Dein Noah.

(c) 2012, Marco Wittle

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