376. Die Wasserschlacht

Die Wasserschlacht

Erwartungsvoll standen die Kinder im Garten und warteten unter dem Wohnzimmerfenster darauf, dass Papas Gesicht wieder erscheinen würde.
›Fangt die Luftballons auf, die ich euch zuwerfe.‹, hatte er gesagt. Das klang nach einem lustigen Spiel. Zumindest dachten das Emma und Finn. Aber sie hatten nicht mit Papas fiesen Ideen gerechnet.
»Hier kommt der erste Luftballon. Bleibt ruhig stehen und schnappt ihn euch.«, rief Papa nach unten und warf.
Der Luftballon stürzte schneller als gedacht in die Tiefe und klatschte platzend auf dem Rasen auf. Aus seinem Inneren spritzte kaltes Wasser in alle Richtungen davon.
»Ihhh.«, rief Emma erschrocken.
»Das war ja eine Wasserbombe.«
Mehr Zeit zum Beschweren blieb den Kindern aber nicht, denn schon kamen die nächsten Ballons aus dem Fenster geflogen. Emma und Finn hatte viel damit zu tun, dem Spritzwasser auszuweichen. Lustig war es aber trotzdem.
»Bin gleich wieder da. Muss eben neue Luftballons mit Wasser füllen.«
Papa verschwand im Bad und bereitete sich wieder vor. Dieses Mal spukte ihm ein besonders fieser Einfall im Kopf herum, den er auch drei Minuten später in die Tat umsetzte.
Leise schlich er sich nach unten in den Keller. Von dort aus stürmte er mit lautem Gebrüll in den Garten und wollte die Kinder aus nächster Nähe mit seinen Wasserbomben bewerfen. Aber die Emma und Finn liefen nicht davon. Sie standen einfach grinsend auf dem Rasen und blickten zum Wohnzimmerfenster hinauf.
Papa war verwirrt, also blieb er stehen und sah nun auch nach oben. Und was entdeckte er direkt über sich? Mama.
Sie beugte sich gerade aus dem Fenster und drehte einen großen Eimer herum. Daraus stürzten sich mehrere Liter kalten Wassers auf Papa herab.
»Jetzt bist du selbst mal nass geworden.«, lachte sie und zog sich vergnügt zurück.
Die Kinder mussten nun auch ganz laut lachen, kugelten sich über den Boden und mussten sich sogar die Bäuche festhalten.

(c) 2011, Marco Wittler

271. Die Mauslinge

Die Mauslinge

Lena war erstaunt und wurde gleich neugierig.
»Mauslinge? Was soll das denn sein? Davon habe ich ja noch nie gehört.«
Papa kratzte sich am Kopf und überlegte, wie er das alles nun erklären sollte. Doch dann fiel ihm eine Geschichte ein.

Vor langer Zeit lebte ein Völkchen kleiner Kobolde unter der Gartenhecke. Sie waren so klein, dass sie nicht größer als eine Maus waren. Deswegen nannte man sie Mauslinge.

Lena sah sich im Garten um und warf einen Blick zur Hecke.
»Dort drunter sollen sie leben? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.«
Doch da wurde sie von Papa unterbrochen.
»Nun warte doch erst einmal ab, bis ich fertig bin.«

Die Mauslinge waren fleißige kleine Kerlchen. Tag für Tag schufteten sie unter der Erde. Sie gruben tiefe Stollen und holten wertvolles Gold ans Tageslicht.

»Richtiges Gold?«, fragte Lena.
Papa nickte und setzte seine Geschichte fort, während seine Tochter wieder einen neugierigen Blick zu Hecke warf.

Doch nur selten hatte ein Mensch diese kleinen Wesen zu Gesicht bekommen. Das war auch gut so. Denn wenn ein Mausling gefangen wurde, musste er sofort all sein Gold her geben, um wieder seine Freiheit zu erlangen.

»Passiert das denn oft?«, fragte Lena.
»Nein.«, antwortete Papa.
»Die Mauslinge halten sich gut versteckt und gehen uns Menschen immer aus dem Weg. Sie teilen nämlich nur ungern ihr Gold.«
Das fand Lena ungerecht. Sie stand von ihrem Stuhl auf und sah sich im Garten um.
»Ich will auch was von dem Gold haben. Das können die Mauslinge doch nicht für sich behalten.«
Und schon lief sie hin und her, sah unter jede Hecke, jeden Busch und jeden Baum. Ganz hinten in einer Ecke blieb sie plötzlich stehen und bekam große Augen.
»Papa.«, rief sie laut.
»Komm ganz schnell her.«
Als Papa neben ihr stand, zog Lena eine große Holzkiste auf den Rasen.
»Die hat dort unter der Hecke gestanden.«, sagte sie mit großen Augen und öffnete vorsichtig den Deckel.
»Das sind ja ganz viele Goldtaler.«, rief sie begeistert und griff in ihren Schatz.
»Aber Papa. Das sind ja Schokoladenmünzen.«, stellte sie lachend fest und steckte sich die süßen Leckereien in den Mund.

(c) 2009, Marco Wittler

051. Die Schaukel ist kaputt

Die Schaukel ist kaputt

Peter saß auf seiner Schaukel. Es ging hin und her und er schaukelte immer höher und höher. Für ihn gab es eigentlich nichts schöneres. Jeden Tag, wenn er von der Schule nach Hause kam, lief er als erstes zu seiner Schaukel und spielte dort ein paar Minuten lang. Erst dann ging es zum Mittagessen.
Nach den Hausaufgaben war Peter dann schon wieder im Garten und schaukelte stundenlang.
Nur wenn es regnete, musste er drin bleiben. Aber dann sah Peter regelmäßig aus dem Fenster zu seinem Lieblingsplatz im Garten.

An einem richtig schönen Tag im Sommer kam Peter von der Schule nach Hause. Wie immer legte er seine Schultasche vor die Gartentür und setzte sich auf seine Schaukel. Doch in dem Moment, als er Schwung gab, hörte er ein lautes, quietschendes Geräusch.
Er hielt an und lief einmal um die Schaukel herum. Und da sah er es. Es war eine Katastrophe. Sofort lief er ins Haus und erzählte unter Tränen, was passiert war.
»Papa, Papa, schau dir das ganz schnell an. Die Schaukel ist kaputt. Womit soll ich denn jetzt jeden Tag schaukeln?«
Papa ging in den Garten und besah sich den Schaden.
»Hm, das nicht gut aus. Da hat sich der Rost durch die Rohre gefressen. Und nun sind sie durchgebrochen. Da darf ich dich leider nicht mehr spielen lassen. Das ist zu gefährlich. Es könnte das ganze Gerüst zusammen brechen.«
Peter war traurig und weinte.
»Aber womit soll ich denn jetzt schaukeln?«
Papa drückte ihn an sich.
»Ich lasse mir irgendwas einfallen, das verspreche ich dir.«

Am nächsten Tag, als Peter nach Hause kam, freute er sich bereits darauf, wieder schaukeln zu können. Papa hatte schließlich versprochen, sich darum zu kümmern. Immerhin konnte Papa alles reparieren. Er war der beste Papa der ganzen Welt.
Doch als Peter um die letzte Ecke kam und in den Garten sah, war die Schaukel nicht mehr da.
Sofort rannte er los, durch das Gartentor hindurch und sah sich um. Da entdeckte er die rostigen Stangen seiner Schaukel.
»Was ist denn passiert?«, fragte er Papa, der gerade in den Garten kam.«
Tut mir leid, aber die war nicht mehr zu reparieren. Da ist einfach zu viel Rost dran. Da lässt sich gar nichts mehr machen.«
Peter war enttäuscht. Es war das erste Mal, dass Papa etwas nicht wieder herrichten konnte.
Traurig sah er zu seinem alten Schaukelplatz.
»Und was machen wir jetzt? Es sieht so leer da drüben aus. Da stand doch sonst immer nur die Schaukel.«
Papa kratzte sich seinen Bart, überlegte kurz und sagte schließlich: »Hm, ich glaube, ich habe da eine richtig tolle Idee. Aber die kann ich dir noch nicht verraten, denn es soll eine Überraschung für alle werden.«
Und so verschwand er im Haus, ging in sein Arbeitszimmer und begann, ein paar Sachen im Internet zu suchen.
»Komisch.«, sagte Peter.
»Was der jetzt wohl vor hat?«
Er war nun so neugierig geworden, dass er den Kummer über die kaputte Schaukel völlig vergessen hatte.

Ein weiterer Schultag ging zu Ende. Peter kam von der Schule. Er war getrieben von seiner Neugierde. Als er diesmal in den Garten kam, fand er an der Stelle, wo die Schaukel gestanden hatte, ein großes und tiefes Loch im Boden. Papa musste den ganzen Tag gegraben haben.
»Was soll denn das werden? Warum buddelst du denn im Garten herum?«
Papa legte die Schaufel zur Seite und machte eine kleine Pause.
»Das wird nicht verraten. Ein paar Tage musst du dich noch gedulden.«
Peter überlegte, was es sein könnte.
»Wird das vielleicht ein großer Sandkasten, so wie auf dem Spielplatz? Oder ist es bald eine kleine Höhle zum verstecken?«
»Es kann alles davon sein oder auch nichts. Wer weiß?«, sagte Papa.

Am Tag danach war das Loch abgedeckt mit einer großen Plane. Peter konnte nicht sehen, was darunter versteckt war. Dafür lagen im ganzen Garten viele Pappkartons und Verpackungen verstreut.
»Jetzt weiß ich aber gar nicht mehr, was das werden soll. Ist das ein neuer Keller?«
Aber auch diesmal wollte Papa nichts sagen.

Es dauerte noch eine ganze Woche. Papa arbeitete nur noch hinter Plane und lies niemanden zuschauen. Die Überraschung durfte niemand zu früh sehen.
Eines Abends versuchte Peter sich aus dem Haus zu schleichen. Er hatte gehofft, dass ihn im Dunkeln niemand sehen würde. Aber Mama entdeckte ihn bereits auf der Treppe und schickte ihn zurück ins Bett.

Die große Überraschung wurde am Sonntag Mittag nach dem Essen enthüllt. Papa sagte, er sei endlich fertig geworden. Nun dürften gleich alle sehen, was sich unter der Plane versteckte. Peter war schon ganz aufgeregt. Es konnte es kaum erwarten.
Schließlich gingen sie alle gemeinsam in den Garten und stellten sich vor die Plane.
»Es hat ja nun einige Tage gedauert, bis ich das hier fertig bekommen habe, und die ganze Zeit musstet ihr jeden Abend neugierig ins Bett gehen. Aber das ist jetzt vorbei. Denn gleich seht ihr, was ich mir als Ersatz für die kaputte Schaukel überlegt habe.«
Er nahm die Plane in die Hand und zog sie im hohen Bogen zur Seite. Darunter kam Wasser zum Vorschein.
»Ui, das ist ja herrlich.«, sagte Peter vor Freude.
»Das ist ein Schwimmbecken. Das ist ja noch viel besser als eine Schaukel. Darf ich gleich da rein und baden?«
Er sah er zu Mama, dann zu Papa. Beide nickten.
»Aber zieh dir deine Badehose an.«
Peter lief zurück ins Haus, zog sich ganz schnell um und kletterte keine drei Minuten später in das Wasser.
Den ganzen Nachmittag kam er nicht mehr aus dem Schwimmbecken heraus, so viel Spaß hatte er daran gefunden.
Manchmal schwamm er, dann tauchte er kurz unter, probierte aus, wie lange er die Luft anhalten konnte und spritzte sich hin und wieder gegenseitig mit Papa nass.

Am Abend lag er gemütlich mit Papa auf dem großen Sofa. Sie hatten stundenlang im Wasser gespielt und waren mittlerweile müde geworden.
Während sie auf das Mittagessen warteten, sagte Peter: »Das war die beste Idee, die du jemals hattest. Ich weiß gar nicht, warum ich so gern geschaukelt habe. Das Baden ist noch viel schöner und macht viel mehr Spaß.«

(c) 2007, Marco Wittler

037. Das neue Gartenhaus

Das neue Gartenhaus

 Als Tim von der Schule kam, hatte sich etwas verändert.
Wie jeden Tag lief er um das Haus herum, um durch die offene Hintertür hinein zu gehen. Doch diesmal blieb er angewurzelt stehen.
In einer Ecke des Gartens war ein großes Stück Wiese verschwunden. Stattdessen war dort ein großes Loch, gefüllt mit Beton.
„Hm? Was ist denn da passiert?“
In diesem Moment kam Papa aus dem Haus.
„Na, Timmi. Was ist los mit dir. Zu guckst so erstaunt.“
Der Junge zeigte nur mit dem Finger auf die große graue Masse.
„Ach das. Habe ich das denn gar nicht erzählt? Da kommt unser neues Gartenhäuschen hin.“
Ui, ein Gartenhaus, dachte sich Tim. Da kann ich bestimmt meine Geburtstagsfeiern drin machen und mich mit meinen Freunden zum Spielen treffen.
„Und was machen wir mit dem Gartenhaus?“, fragte er.
„Da kann ich dann endlich alle Gartensachen drin verstauen: Rasenmäher, Gartenstühle, Harken, Werkzeuge. Dann bekomm ich die Garage wieder frei und kann mal wieder unser Auto ordentlich unterstellen.“
Tim war enttäuscht. Also doch keine Partys. Aber vielleicht lies sich Papa ja noch umstimmen.

 Am nächsten Tag stand ein großer Lastwagen vor dem Haus. Zwei Männer waren gerade dabei, jede Menge Holzteile und ein paar Fenster auszuladen. Anschließend brachten sie alles in den Garten, wo Papa bereits angefangen hatte eine Seitenwand zusammen zu setzen.
Aber als sich Tim die vielen Einzelteile besah, glaubte er nicht, dass Papa so schnell fertig werden würde. Aber er sollte sich irren.
Schon am Wochenende war das Gartenhaus fertig. Richtig schick sah es aus. Es war nigelnagelneu und es roch auch so – wie frisch aus dem Laden.
„Und was machen jetzt? Räumen wir die Garage aus?“
Tim wollte nun auch endlich etwas helfen. Doch Papa winkte ab.
„Nein. Heute auf keinen Fall mehr. Ich habe so sehr geschuftet an der Hütte, ich mache heute gar nichts mehr. Ich wird mir einfach einen Liegestuhl schnappen und mich von der Sonne bräunen lassen.“
Als Tim seine Hausaufgaben fertig hatte, lief er wieder hinunter in den Garten. Papa hatte noch immer nicht mit dem Umräumen begonnen. Das Gartenhaus war also noch leer.
„Du, Papa?“, fragte Tim.
„Ja, Tim?, sagte Papa.
„Was meinst du, darf ich vielleicht mit meinem besten Freund heute Nacht im Gartenhäuschen schlafen? Das würde mir riesig Spaß machen.
Papa überlegte kurz.
„Na gut. In Ordnung. Es ist ja eh noch nichts in der Hütte drin. Also habt ihr genug Platz zum Schlafen und könnt auch noch nichts kaputt machen. Aber es ist auch noch kein Strom da drin. Es ist also die ganze Nacht dunkel. Ihr sollt ja schließlich keine Angst bekommen.“
Tim stemmte seine Arme in die Seiten.
„Wir sind doch keine Angsthasen und erst recht keine Babys mehr. Wir bekommen keine Angst.“
Papa musste grinsen und verkniff sich ein Lachen.
„Na gut. Dann kannst du ja nachher deinen Freund anrufen und ihm Bescheid sagen. In der Zwischenzeit bringe ich euch schon ein paar Luftmatratzen und Schlafsäcke in das Gartenhaus. Dann könnt ihr es euch darin so richtig gemütlich machen.“

 Am Abend kam Stefan vorbei. Im Gepäck hatte er seine Zahnbürste und eine Taschenlampe.
„Damit wir uns nicht nachts den Kopf stoßen, wenn wir mal müssen.“, hatte er als Ausrede parat.
Als es langsam dunkler wurde, kam Papa zu ihnen hinaus und machte auf dem Rasen ein kleines Lagerfeuer. Für die beiden Jungs hatte er ein paar Äste und Teig mitgebracht.
„Jetzt werde ich euch erstmal zeigen, was Stockbrot ist.“
Er wickelte etwas Teig um einen Stock und hielt ihn dann eine Weile über das Feuer. Tim und Stefan machten es ihm nach, und kurz darauf konnten sie frisches, warmes Stockbrot essen.
„Das ist ja richtig lecker.“, schwärmte Tim. „Das sollten wir öfters machen.“

 Nach einer Weile war es stockduster geworden und Papa hatte das Feuer gelöscht.
„Für mich wird es jetzt Zeit ins Bett zu gehen. Und ihr zwei kriecht am Besten auch in eure Schlafsäcke. Schlaf gut und lasst euch nicht von Geistern ärgern.“
Papa kniff ein Auge zu und verschwand im Haus.
„Pah. Wir haben doch keine Angst vor Geistern.“, rief Tim ihm hinterher.
„Stimmt doch, oder?“, fragte er Stefan.
Hätten sie jetzt etwas sehen können, wären sie sich nun nicht mehr so sicher gewesen.
Aber trotzdem gingen sie nun in das Gartenhäuschen und krabbelten in ihre Schlafsäcke. Schon ein paar Minuten später waren sie eingeschlafen.

 Mitten in der Nacht polterte plötzlich etwas im Garten. Es krachte und lautes Heulen schallte herüber.
Tim und Stefan waren sofort wach. Sie krochen zum Fenster und sahen vorsichtig und ängstlich nach draußen.
„Was war denn das?“
„Ich habe keine Ahnung. Hoffentlich nicht so ein Geist, von dem dein Vater gesprochen hat.“
„Dann mach doch mal deine Taschenlampe an und sieh nach.“
Stefan kramte in seinem Rucksack. Aber die Taschenlampe war nicht mehr.
„Was machen wir denn jetzt? Ich bekomme Angst.“
Ins Haus können wir jetzt aber nicht mehr. Der Geist könnte uns erwischen.“
Wieder heulte draussen etwas. Und plötzlich war da ein grelles Licht, das wild über den Rasen sprang. Doch dann leuchtete es den beiden Jungs genau ins Gesicht.
Beide schrien laut. „Hilfe, der Geist hat uns entdeckt.“
In diesem Moment ging das Licht wieder aus und die Tür des Häuschens öffnete sich.
„Na, Jungs. Seit ihr noch wach?“
„Papa? Bist du das?“
Papa schaltete das Licht wieder ein.
„Ja klar, wer denn sonst. Habt ihr etwa geglaubt, da draussen wäre ein Gespenst?“
Tim wunderte sich. „Aber was hat dort draussen so gepoltert und geheult?“
„Hm.“, sagte Papa. „Das muss wohl ich gewesen sein. Mir war im Bett so langweilig, und da wollte ich euch hier ein wenig Gesellschaft leisten. Aber im Dunkeln bin ich über den Liegestuhl gefallen und habe mir am Knie weh getan. Und das Licht vorhin war ich auch. Ich habe draussen nämlich Stefans Taschenlampe gefunden.“
Tim und Stefan mussten nun lachen.
„Mensch, Papa. Du bist ja einer. Und wir dachten schon, jetzt könnten wir mal endlich gegen richtige Geister kämpfen.“
Eine Weile redeten sie noch miteinander, bis einer nach dem anderen einschlief.

(c) 2007, Marco Wittler

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