388. Der schlaue Kater

Der schlaue Kater

Fabio saß am Frühstückstisch und aß ein großes Butterbrot mit leckerer Salami.
»Mh, ist das lecker.«, schwärmte er immer wieder und warf dabei seinen Blick zum Boden.
Dort saß ein Kater in grau und weiß, der gierig darauf wartete, dass ein Stück Wurst herab fiel. Und genau das passierte auch immer wieder.
»Hihihi.«, lachte Fabio dann und ließ ein weiteres Stück Wurst fallen.
»Jetzt wird es aber Zeit, in die Schule zu fahren.«, sagte Mama und räumte den Frühstückstisch auf.
Sie zog Fabio Jacke und Mütze über, achtete darauf, dass er seine Füße in die richtigen Schuhe steckte und brachte ihn dann zum Taxi.
»Viel Spaß beim lernen.«, rief ihm Mama nach.
»Und mach nicht so viel Blödsinn.«
Kater Diego entdeckte zur gleichen Zeit, dass die Haustür offen stand. Heimlich schlich er sich nach draußen und sah sich neugierig um. Er beobachtete, wie Fabio in das Taxi stieg.
»Was der Junge jetzt wohl macht?«, fragte sich der Kater neugierig.
Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und lief Fabio nach. Mit einem kräftigen Sprung verschwand er im Wagen und versteckte sich sofort unter einem der Sitze.
Das Taxi setzte sich in Bewegung und fuhr quer durch die Stadt. Nach einer ganzen Weile blieb es wieder stehen und die Kinder stiegen aus. Diego folgte Fabio heimlich mit etwas Abstand. Sie gingen in ein großes Gebäude. In einem der unzähligen Räume setzten sie sich alle an kleine Tische und hörten einer Frau zu, die ganz viel erzählte.
Diego hörte ganz genau zu. Das war alles sehr interessant. So viele schlaue Dinge hatte er noch nie auf einmal gelernt. Erst als es Nachmittag wurde schlich er sich wieder unter Fabios Tisch hervor und ließ sich vom Taxi nach Hause bringen.
»Die Schule ist richtig toll. Da fahre ich Morgen ganz bestimmt wieder hin.«, sagte er zu sich selbst, als er sich müde in seiner Katzenhöhle versteckte.

(c) 2012, Marco Wittler

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