1393. Wenn ein Stern vom Himmel fällt

Wenn ein Stern vom Himmel fällt

Es war dunkel geworden. Die Sonne war schon eine ganze Weile hinter dem Horizont verschwunden und eine große Zahl Sterne war am Firmament zu sehen.
»Ich liebe diese warmen Sommernächte.«, schwärmte Emilia nicht zum ersten Mal. Gemeinsam mit Papa betrachtete sie die funkelnden Lichter betrachtete. »Es ist ganz spät noch schön warm und keine Wolke verdeckt den Himmel.« Sie dachte zurück an einen Abend, den sie vor drei Tagen erlebt hatte. »Vielleicht sehen wir auch noch einmal eine große Sternschnuppe. Das war richtig aufregend.«
Emilia streckte den Arm aus und zeigte mit dem Finger hin und her. »Das ist der große Wagen, dort ist Kassiopeia und dort auf der anderen Seite stehen sich Jupiter und Saturn ganz nah.«
Sie interessierte sich schon so lang für Sternbilder und Planeten, dass sie sehr viele von ihnen kannte und beim Namen nennen konnte.
Plötzlich löste sich ein Stern aus dem Bild des kleinen Bären und fiel vom Himmel. Nach einem kurzen Sturz landete er in Emilias Gesicht.
»Ach, Mist. Nicht schon wieder.« Sie stand auf und schaltete das Licht in ihrem Kinderzimmer an. Jetzt ist der schöne Abend verdorben.«
Sie ging zum Schreibtisch, besorgte sich ein Stück Doppelklebeband und ließ Papa den Stern wieder an die Decke kleben.« Währenddessen blickte Emilia aus dem Fenster und seufzte. Der Regen hielt nun schon den ganzen Tag an und ließ keinen echten Blick auf den Himmel zu. Nur deswegen hatten sich Emilia und Papa dazu entschlossen, kleine Leuchtsterne an die Decke zu kleben.
»Es kann weitergehen.« Papa legte sich wieder auf den Boden und Emilia kam dazu. »Dann zeig mir doch mal den Mars.« Schon war Emilia wieder ganz in ihrem Element. Das schlechte Wetter war vergessen.

(c) 2022, Marco Wittler

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