594. Das Fahrrad

Das Fahrrad

Hannah saß gespannt am Fenster. Jeden Augenblick sollten Mama und Papa wieder zu Hause sein. In wenigen Minuten konnte sie nach draußen laufen, um sie zu begrüßen. Und dann konnte sie endlich wieder ihr Fahrrad benutzen – das erste Mal nach dem Umzug in eine neue Stadt. Seitdem hatte es bei Oma in der Garage gestanden.
Ein leises Brummen war zu hören. Dann bog ein Auto um die Ecke. Sie waren wieder Zuhause.
Hannah hatte sich schon vor einer Stunde ihre Schuhe angezogen, den Fahrradhelm bereit gelegt und konnte sofort die Treppe nach unten stürmen. Sie verließ das Haus und lief ihren Eltern entgegen.
„Da seid ihr ja endlich. Und da ist mein Fahrrad. Juhuu! Ich hatte schon Angst, dass ich die ganzen Ferien nicht damit fahren kann.“
Papa öffnete die Klappe zum großen Kofferraum und holte das Fahrrad heraus.
„Darf ich sofort damit fahren? Bitte, bitte, bitte.“
Hannah durfte. Sie setzte sich den Helm auf und setzte sich auf ihren Sattel.
„Jetzt kann ich endlich die ganze Umgebung kennenlernen. Darauf habe ich mich so lange gefreut.“
Sie trat in die Pedale, fuhr los und verschwand hinter der nächsten Ecke.
„Die sehen wir wohl die nächsten paar Stunden nicht mehr wieder.“, sagte Papa, der daran dachte, wie gern Hannah immer mit ihrem Rad unterwegs war. Dann nahm er Mama an die Hand und ging mit ihr ins Haus.
„Wir trinken erstmal gemütlich eine Tasse Kaffee. Was hälst du davon?“
Davon hielt Mama natürlich sehr viel.

Nach nur fünfzehn Minuten klingelte es an der Haustür Hannah war wieder da. Ihr Gesicht war krebsrot und völlig verschwitzt. Das Grinsen war einem Schmollmund gewichen.
„Was ist denn mit dir passiert?“, wollte Mama wissen. „Bist du gestürzt?“
Hannah schüttelte den Kopf.
„Radfahren ist doof. Ich will nie wieder auf einen Sattel steigen.“
„Aber du bist doch sonst immer gern mit deinem Rad nach draußen. Was ist denn jetzt anders?“
Mama verstand die Welt nicht mehr. In so kurzer Zeit konnte ihre Tochter doch nicht den Spaß an ihrem liebsten Hobby verloren haben.
„Was jetzt anders ist?“, heulte Hannah los und warf ihren Helm in die Ecke. „Hier sind überall Berge. In unserem alten Zuhause bei Oma an der Nordsee ist alles flach. Da kann man super mit dem Fahrrad fahren. Aber hier im Sauerland gibt es nur Berge. Alles ist so hoch und steil. Da komme ich mit meinem Fahrrad einfach nicht rauf. Das ist so extrem anstrengend. Das macht einfach keinen Spaß. Ich will nie wieder fahren.“
Nun kam auch Papa in den Flur. Vom Wohnzimmer aus hatte er alles gehört.
„Da kann man bestimmt etwas machen. Uns fällt bestimmt eine Lösung ein. Vielleicht hat ja einer von uns schon bald eine tolle Idee, um die Berge mit dem Rad hoch zu kommen.“
Hannah schniefte. „Wenn du meinst. Aber jetzt grad will ich mir nichts überlegen.“
Sie lief in ihr Zimmer, knallte die Tür hinter sich zu und warf sich auf ihr Bett.

Nachdem Hannah eine Weile geweint und geschluchzt hatte, schlief sie für ein paar Stunden ein. Sie begann zu träumen. Sie sah sich auf ihrem Fahrrad. Sie sah, wie sie einen Berg nach dem anderen überwand, alles ohne selbst zu trampeln, ohne sich anzustrengen. Ganz gemütlich fuhr sie durch das Sauerland und kam nicht einmal ins Schwitzen. Und die Lösung war ganz einfach. Hannah wachte auch und begann zu grinsen.
Sie stand auf und suchte in ihrem Schrank nach einem ganz bestimmten Gegenstand. Irgendwo musste da doch noch etwas sein. Schließlich fand sie ein altes Hamsterrad. Sie nahm es an sich und stürmte nach draußen in den Garten.
„Ich habe da eine super Idee. Ich muss nie wieder selber trampeln. Ich will jetzt doch wieder Radfahren.“
„Wie kommt denn das?“, wollte Mama wissen.
Hannah hielt stolz das Hamsterrad hoch.
„Das hier baut mir Papa an mein Fahrrad. Dann kaufen wir einen Hamster und setzen ihn rein. Wenn er dann läuft, fährt das Fahrrad los und bringt mich jeden Berg hinauf.“
Mama lachte. „Ach, Schätzchen. So ein kleiner Hamster ist viel zu schwach. Das schafft er doch gar nicht.“
„Wieso? Es hat doch bestimmt noch niemand ausprobiert.“
Trotzig machte Hannah einen Schmollmund. „Ich bin mir ganz sicher, dass das funktioniert. Oder hast du vielleicht eine bessere Idee?“
Mama nickte. „Dass du dir helfen lassen möchtest, ist ein toller Einfall gewesen. Aber es muss dir jemand helfen, der größer und kräftiger ist als ein Hamster.“
„Ein Löwe?“, fragte Hannah.
„Nein.“, lachte Mama erneut. „Aber wir können wir dabei helfen.“
Sie zeigte zur Einfahrt hinunter. Papa kam gerade wieder nach Hause und brachte ein ganz neues Fahrrad mit. Es war viel länger und hatte gleich drei Sitze.
„Das ist ein Fahrrad für drei Personen. Einer lenkt und drei trampeln. Damit wird das alles viel leichter und gemütlicher. Damit können wir dann immer gemeinsam die Berge rauf und runter fahren.“
„Juhuu!“, rief Hannah. Sie drückte Mama und Papa an sich.
„Ihr seid die Allerbesten.“

(c)  2017, Marco Wittler

593. So ein leckerer Kuchen

So ein leckerer Kuchen

Mama hatte Kuchen gebacken. Zu Papa Geburtstag hatte sie seinen Lieblingskuchen gebacken. Das Problem an der ganzen Sache war nur, dass Papa ständig in die Küche kam, um davon zu naschen. Immer wieder musste Mama ihn verscheuchen.
»Wo willst du eigentlich Kaffee trinken und Kuchen essen?«, fragte sie irgendwann. »Soll ich den Tisch im Wohnzimmer decken oder willst du mit uns allen im Garten sitzen?«
Papa schüttelte den Kopf. »Wie wäre es, wenn wir zum Felsenmeer fahren und es uns dort auf der Wiese gemütlich machen. Ich habe schon lange kein Picknick mehr gemacht.«
Und so bereitete Mama alles für den Nachmittag vor. Sie ging in den Keller, holte einen großen Korb und eine Decke nach oben.

Am Nachmittag saßen sie dann alle zusammen auf der großen Decke im Schatten eines noch viel größeren Baums. Mama, Papa, die beiden Zwillinge Max und Paul und natürlich Oma und Opa.
»Wartet noch einen kleinen Moment.«, sagte Mama. Sie stellte den Kuchen vor sich ab und holte ein großes Messer aus dem Korb. »Ich schneide jedem von euch ein Stück vom Kuchen ab. Der wird euch hoffentlich gut schmecken.«
Sie setzte das Messer und wunderte sich, denn es verschwand mit der kompletten Schneide im Kuchen.
»Ist ja komisch.«, wunderte sich Mama. »Der Teig ist wohl nicht richtig gebacken. Da muss eine Blase drin sein.«
Sie setzte ein weiteres Mal zum Schnitt an einer anderen Stelle an. Das Messer rutschte wieder weit in den Kuchen hinein.
»Irgendwas stimmt damit nicht. Sowas ist mir noch nie passiert. Ich kann doch sonst so gut backen.«
In diesem Moment begann Papa zu grinsen und musste beichten, dass er etwas Verbotenes angestellt hatte.
»Dreh den Kuchen bitte einmal um.«, schlug er vor.
Mama hob den Kuchen hoch, drehte ihn vorsichtig um und erschrak.
»Der Kuchen ist ja ganz hohl von innen. Wie ist das denn passiert?«
»Ich musste ihn doch probieren, ob er wirklich gut geworden ist.«, entschuldigte sich Papa. »Und dann musste ich nochmal probieren, ob er an einer anderen Stelle genau so gut schmeckt. Und dann wieder und wieder und wieder.«
»Du bist mir ja einer.«, schimpfte Mama.
»An deinem nächsten Geburtstag muss ich wohl zwei Kuchen backen. Einen zum Probieren und einen, den ich vor dir verstecke.«
Damit war Papa einverstanden. Schon jetzt freute er sich darauf, im nächsten Jahr noch mehr von seinem Lieblingskuchen essen zu dürfen.

(c) 2016, Marco Wittler

591. Papa und der Regenmacher

Papa und der Regenmacher

Der Sommer war heiß. Zu heiß. Seit Wochen zeigte das Thermometer täglich mehr als dreißig Grad. Schon morgens begann man zu schwitzen, ohne sich zu bewegen.
Hannah hatte darauf keine Lust mehr. Sie wollte endlich Regen. Jetzt sofort. Wenigstens heute. Einmal nur. Danach durfte wieder die Sonne scheinen. Nur so heiß brauchte es nicht mehr werden.
Sie sah zum Himmel hinauf. Alles blau da oben. Keine einzige Wolke war zu sehen. Nicht einmal ganz weit hinten war eine zu entdecken. Es würde also wieder nicht regnen. Enttäuscht verzog sie den Mund und schmollte.
»Was ist denn los?«, fragte Papa neugierig.
»Mir ist so heiß. Ich will endlich Regen.«, antwortete Hannah.
»Hm.«, machte Papa und dachte nach. Er grübelte hin und her, bis er schließlich zu grinsen begann.
»Ich habe da eine Idee.«
Er ging in das kleine Gartenhaus, in dem sich seine Werkstatt befand. Dort suchte er sich ein langes Papprohr, eine große Schachtel mit Nägeln und ein paar alte Putzlappen.
»Was hast du denn damit vor?«, wollte Hannah wissen. »Damit bekomme ich auch keinen Regen.«
»Worum wollen wir wetten?«
Papa begann zu basteln. Nach und nach drückte er mit seinem Daumen die Nägel in die Röhre. Am Ende waren es bestimmt tausend Stück. Eines der offenen Enden verschloss er nun mit einem Lappen. Auf der anderen füllte er Reis, den Hannahs Bruder Tim inzwischen geholt hatte. Dann wurde auch diese Seite dicht gemacht.
»Was soll das sein?«, fragte Hannah.
»Das ist ein Regenmacher.«, antwortete Papa stolz. »Damit machen wir jetzt Regen.«
»Regen? Mit einem Papprohr? Das glaube ich dir nicht. Das kann nicht funktionieren.«
»Wollen wir wetten?«
Papa schob Hannah unter den großen Kirschbaum und setzte sie auf die Holzbank.
»Damit du nicht so nass wirst.«
Papa drehte den Regenmacher um. Der Reis prasselte nach unten. Es hörte sich tatsächlich wie Regen an. Nur Sekunden später begann es tatsächlich zu regnen. Hannah wurde pitschnass auf ihrer Bank.
»Hey!«, rief sie entsetzt und entdeckte Tim über sich auf einem Ast sitzend. Er hatte eine komplette Gießkanne über ihr ausgeleert.
» Toller Regenmacher. Wenigstens ist mir jetzt nicht mehr so warm.«, lachte Hannah begeistert.

(c) 2017, Marco Wittler

559. Weihnachten bei der Viererbande

Weihnachten bei der Viererbande

Draußen lag hoher Schnee. Dicke Schneeflocken tobten durch die Luft. In jeder Stadt, in der Straße und an jedem einzelnen Haus duftete es bereits nach Weihnachten, obwohl es noch ein paar Tage bis Heiligabend dauerte.
Drinnen, im warmen Wohnzimmer, saß Mama Yvonne auf dem Sofa und grübelte.
In diesem Moment öffnete sich mit einem lauten Rumms die Eingangstür.  Eine Gruppe vermummter, kleiner Personen in dicken Jacken kam herein gestürmt. Die Viererbande, wie sie von allen genannt wurde, machte sich im gesamten Flur breit. Dann flogen Jacken, Handschuhe, Schals, Schuhe und Mützen durch die Gegend und blieben einfach liegen, wo sie gelandet waren.
Mama stand auf hastig auf und trat der Bande mutig entgegen. sie stemmte ihre Hände in die Seiten und setzte ein grimmiges Gesicht auf.
»Marc, David, Sina, Lucas!«, rief sie laut.
»Wie oft habe ich euch eigentlich schon gesagt, dass ihr eure Klamotten nicht einfach überall liegen lassen könnt? Los, ab damit an die Garderobe, wie es sich gehört.«
Mit einem schiefen Grinsen gehorchten ihre vier Kinder.
»Und wenn ihr fertig seid, kommt bitte zu mir ins Wohnzimmer.«
Es dauerte nur wenige Augenblicke, da saß die komplette Viererbande um den Wohnzimmertisch verteilt. alle sahen Mama neugierig an.
»In ein paar Tagen ist Weihnachten.«, begann sie schließlich. »Kein einziges meiner Kinder hat mir bis heute auch nur einen Weihnachtswunsch gesagt. So langsam wird es dafür Zeit, wenn ihr nicht ohne Geschenk vor dem Weihnachtsbaum sitzen wollt.«
Die Kinder grinsten still. Jedes Jahr das gleiche Problem. Sie wussten einfach nicht, was sie sich wünschen sollten. Mama seufzte.
»Also, ihr geht jetzt in die Küche, nehmt euch Stift und Papier und schreibt Wunschzettel. Ihr kommt nicht eher zurück, bis ihr fertig seid.«
Die Viererbande stand auf. Jeder setzte sich an den Küchentisch, aß etwas und kritzelte drauf los. Zwischendurch tuschelten die Kinder miteinander, fragten, was der jeweils andere zu Weihnachten haben wollte. Erst eine ganze Stunde später kamen sie zurück ins Wohnzimmer und legten vier gefaltete Zettel auf den Tisch. Dann verzogen sie sich in ihre Zimmer.
Mama faltete die Zettel auseinander und las.
Die Wünsche passten zu jedem der Kinder. Während der letzten Monate hatten sie immer wieder von dem geredt, was nun auf den Wunschzetteln stand. Doch dann stutzte Mama und wunderte sich.
Marc hatte dieses Jahr noch etwas Zusätzliches aufgeschrieben. ›Der Weihnachtsmann soll bitte nich ein zweites Geschenk mitbringen. Es ist nicht für mich, sondern für den guten Geist, der auf unserem Dachboden lebt.‹
Bei David las sie etwas Ähnliches. ›Ich wünsche mir nich ein zweites Geschenk. Das liegt nicht daran, dass ich gierig bin, sondern ich möchte es an das kleine Monster aus dem Keller weiter geben, dass mich nie in seinem Leben ein Geschenk bekommen hat.‹
Der dritte seltsame Wunsch kam von Sina. ›Lieber Weihnachtsmann. Ein Wunsch ist gut, zwei Wünsche sind nich besser. Deswegen hätte ich gern zwei Weihnachtsüberraschungen. Eines davon gebe ich aber dem dicken Schneemann, der draußen vor der Tür steht. Er ist immer so einsam, wenn es Nacht wird. Er würde sich bestimmt über eine kleine Kleinigkeit freuen.‹
Und zum Schluss blieb nur noch Lucas übrig. Er hatte es seinen Geschwistern gleich getan. ›In diesem Jahr will ich zwei Geschenke. Das zweite gebe ich aber weiter an das kleine Mäuschen, dass nebenan in der Scheune lebt und immer so wahnsinnig friert. Ich verspreche auch, dass ich das zweite Geschenk nicht für mich behalten werde.‹
Mama wunderte sich immer mehr. Solche Wunschzettel hatte sie noch nie gelesen. Aber da Weihnachten vor der Tür stand, wollte sie alle Fünfe gerade sein lassen. Sollte die Viererbande ruhig zwei Geschenke in diesem Jahr bekommen.

Ein paar Tage später war es dann so weit. Heiligabend stand nicht nur auf dem Kalender, sondern auch vor der Tür. Der Christbaum stand festlich geschmückt im Wohnzimmer. Aus der Küche duftete es nach leckerem Punsch. Die Viererbande saß vor dem Baum. Gespannt warteten die auf das alljährliche Startkommando.
»Ihr dürft.«, gab Mama schließlich die Erlaubnis.
Marc war der erste, der sich sein Geschenk nahm. David, Sina und Lucas waren aber nur wenige Sekunden langsamer. Das Geschenkpapier flog in großen und kleinen Fetzen durch die Luft. Die Freude über die Geschenke war riesig groß.
»Und was ist mit den zweiten Geschenken?«, fragte Mama ein paar Minuten später.
»Die bringen wir jetzt weg.«, sagte Marc und zwinkerte seinen Geschwistern zu.
Die Viererbande stand auf. Sie schnappten sich ihre Geschenke, zogen ihre Winterklamotten an und verließen gemeinsam das Haus.
Nun wurde Mama richtig neugierig. Sie zog sich ebenfalls etwas Warmes über und schlich ihren Kindern hinterher.
Der Weg war nicht weit. Nur fünfhundert Meter weiter klingelte Sina an einer Haustür. Es wurde geöffnet und eine ältere Dame kam zum Vorschein.
»Aber das ist doch …«, murmelte Mama grinsend.
Sie kannte die alte Dame sehr gut. Sie stand jedes Jahr am Eingang des Kaufhauses und sammelte Geschenke für arme Kinder, die sonst keine Überraschung an Weihnachten bekamen.
»Eine tolle Viererbande hab ich da.«, freute sich Mama und ging mit einem Lächeln zurück nach Hause.

(c) 2016, Marco Wittler

545. Eine echte Superheldin

Eine echte Superheldin

Endlich war es wieder so weit. Die letzte Woche hatte lange genug gedauert. Endlich konnte Emma wieder eine Folge ihrer Lieblingsserie Supergirl sehen.
»Hach, ist sie nicht toll?«, schwärmte sie immer wieder, bis das Abenteuer ausgestanden und die Sendung zu Ende war.
»Ich wäre auch so gern eine Superheldin.«, sagte sie schließlich. »Ich will auch Superkräfte haben und den Menschen in meiner Stadt helfen.«
Sofort lief sie in Begleitung ihrer großen Schwester nach draußen in den Garten und probierte aus, was Besonderes in ihr steckte.
Zuerst sprang sie immer wieder in die Luft. Mehr als ein paar Zentimeter waren allerdings nicht drin.
»Mist. Fliegen kann ich nicht. Dann bin ich bestimmt sehr stark.«
Sie lief zu Papas Auto und packte es an der vorderen Stoßstange. Sie hob den Wagen hoch, dass heißt, sie versuchte es, bis ihr Gesicht rot anlief.
»Och nö. Superstark bin ich auch nicht. Aber vielleicht hab ich einen Hitzeblick oder Laseraugen.«
Angestrengt sah sie auf deinen Stein am Boden. Es tat sich aber nichts.
»Oder ich bin das schnellste Mädchen der Welt.«
Emma lief los. Sie lief so schnell, wie sie es noch nie in ihrem Leben getan hatte. Das war allerdings nicht sehr viel mehr wie im Sportunterricht.
»Ich hab nicht mal Superpuste. An meinem letzten Geburtstag hab ich eine Ewigkeit gebraucht, bis alle Kerzen auf der Torte aus waren. Ich bin keine Superheldin.«
»Sei nicht traurig, Schwesterchen.«, tröstete Lisa. »Nicht jeder Mensch kann eine Superheld sein. Dann wäre es ja auch nichts Besonderes mehr. Außerdem gibt es sowas nur im Fernsehen.«
Emma schüttelte den Kopf. »Ach Quatsch. Superhelden gibt es wirklich. Und wenn ich keine Superkräfte habe, dann suche ich halt jemand anderes. Ich werde einfach Superheldenhelferin. Jeder Superheld braucht Freunde, die ihn bei seinen Aufgaben unterstützen und alles dafür tun, seine geheime Identität zu schützen. Wenn ich bloß wüsste, wer von meinen Freunden ein Superheld ist.«
Sie flitzte zurück ins Haus und lief in ihr Kinderzimmer. Dort sah sich Emma die Telefonliste ihrer Mitschüler und Freunde genau an.
»Irgendwer von euch muss doch ein Superheld mit Superkräften sein.«
Nur leider konnte sie sich nicht daran erinnern, dass jemals eines der anderen Kinder etwas Besonderes getan hätte.
»Ich werde auch keine Superheldenhelferin. Das ist so gemein.«
Traurig setzte sie sich auf ihr Bett und zog ihre Decke über den Kopf.
»Das macht doch nichts, kleine Schwester.«, tröstete Lisa zum zweiten Mal an diesem Tag.
»Man muss keine Superkräfte haben, um Gutes zu tun und anderen Menschen zu helfen. Das geht auch ganz ohne. Es gibt sogar Superhelden, die ganz einfache Menschen sind.«
»Ja, du hast Recht. Und ich glaube, einen davon hab ich gerade gefunden.«
»Wen denn?«, fragte Lisa.
»Na dich. Du kannst ganz super anderen Menschen trösten und sie wieder glücklich machen. Du bist eine echte Superheldin. Und ich werde deine Superheldenhelferin.«
Überglücklich drückte Emma Lisa an sich.

(c) 2016, Marco Wittler

543. Der neue MP3-Player

Der neue MP3 Player

Max wirbelte durch sein Kinderzimmer. Auf seinen Ohren saß ein dicker Kopfhörer. Den MP3 Player hatte er in der Hand. Wie immer hörte er sich seine Lieblingshörspiele an. Die kannte er zwar schon auswendig, Spaß hatte er trotzdem an ihnen.
Plötzlich rutschte ihm das kleine Gerät aus der Hand und krachte mit einem lauten Knall gegen die Wand. In vielen Einzelteilen fiel er zu Boden und gab keinen Ton mehr von sich.
»Oh nein.« Max sah entsetzt auf die Überreste seines Lieblingsspielzeugs.
»Was mache ich denn jetzt? Womit soll ich denn jetzt meine Geschichten hören?«
Laut rufend lief er die Treppe runter zum Wohnzimmer.
»Mama! Papa!«
Tränen standen in seinen Augen, als er seinen Player auf den Couchtisch legte.
»Er ist runter gefallen und kaputt gegangen. Ich kann nichts mehr hören.«
Mama seufzte und wischte ihrem Sohn die Tränen aus dem Gesicht.
»Das tut mir Leid, Spatz. Aber wir haben keinen Ersatz hier. Du wirst warten müssen, bis wir das nächste Mal zum Einkaufen in die Stadt fahren.«
Papa hatte noch einen Vorschlag. »Du kannst meinen Radiowecker aus dem Schlafzimmer haben. Damit kannst du wenigstens Musik hören.«
»Musik? Was soll ich denn damit? Musik interessiert mich nicht. Da gibt es keine spannenden Geschichten.«
Traurig verzog sich Max wieder in sein Kinderzimmer. Dort setzte sich schmollend in seinen kleinen Sessel.
Ein paar Minuten später öffnete sich die Tür. Papa kam mit einer Tasche herein. Auf sein T-Shirt hatte er sich mit großen Buchstaben das Wort ‚MP3 Player‘ geschrieben.
»Was hat denn das zu bedeuten?«, wurde Max neugierig.
»Bis du einen neuen Player hast, übernehme ich die spannenden Geschichten.«
Er holte ein Buch aus seiner Tasche und begann, daraus vorzulesen.
»Juhuu!«, jubelte Max und wirbelte wieder durch sein Zimmer.

(c) 2016, Marco Wittler

537. Das Leben im Weltall

Das Leben im Weltall

Max saß am Fenster und sah nach draußen in den unendlichen Sternenhimmel. Das machte er jeden Abend. Und wie an jedem Abend, träumte er davon, eines Tages mit einem Raumschiff ins Weltall zu fliegen. Er wollte unbedingt dort leben und arbeiten.
»Irgendwann habe ich genug von meinem Taschengeld gespart, um mir ein eigenes Raumschiff zu kaufen.«
Dabei warf er einen Blick auf sein Sparschwein, in dem sich schon zehn Euro und ein paar Cent befanden.
In diesem Moment kam Papa herein.
»Du schläfst noch nicht?«, fragte er.
»Nein.«, antwortete Max. »Ich muss doch noch zu den Sternen schauen und davon träumen, eines Tages da oben zu leben.«
Papa lachte.
»Willst du das wirklich?«
Max nickte.
»Na, dann komm mal mit in die Garage. Vielleicht habe ich eine Überraschung für dich.«
Gemeinsam gingen sie nach unten. Als sie das Garagentor öffneten, stockte Max der Atem. Neben Papas Auto stand ein kleines, echtes Raumschiff, in dem gerade genug Platz für zwei Personen war.
»Woher hast du das denn?«, fragte Max neugierig.
»Das habe ich selbst gebaut.«, sagte Papa stolz.
»Ich weiß doch, wie gern du zu den Sternen fliegen willst. Nur deswegen habe ich es gebaut.«
Max drückte Papa fest an sich und strahlte über das ganze Gesicht.
»Danke, Papa. Du bist der Beste.«
Sie stiegen ein. Papa startete den Antrieb. Alles begann zu wackeln und zu zittern, bis das kleine Raumschiff vom Boden abhob.
»Unglaublich.«
Max war begeistert. So etwas hatte er noch nie erlebt.
»Können wir überall hin?«
Papa nickte.
»Dann flieg uns rauf zu den Sternen. Und ich will zum Mond und zum Mars und …«
Papa musste lachen.
»Lass uns erstmal ins Weltall fliegen. Dann sehen wir weiter.«
Und schon flogen sie zum Himmel hinauf. Die Stadt, die vielen Autos in den Straßen wurden immer kleiner, bis sie gar nicht mehr zu sehen waren.
»Das ist der Wahnsinn. Das ist so unvorstellbar.«
Max konnte sich einfach nicht satt sehen. Überall waren nun Sterne. Vor ihm, über ihm, unten, links und rechts. Und hinter ihm? Da war die Erde, die immer kleiner wurde. Wie ein blau-grüner Wasserball schwamm sie im dunklen Sternenmeer.
Plötzlich wurde Max ganz leicht. Er fühlte sich, als würde er auf einer Decke liegen, die nur aus Watte bestehen würde. Er fühlte, sich als würde er schweben.
»Oh, nein. Ich schwebe.«
Max saß nicht mehr auf seinem Sitz. Stattdessen hing er unter der Decke des Raumschiffs.
»Ich hier sofort wieder runter. Mach, dass es aufhört.«
Papa grinste.
»So ist das, wenn man im Weltraum lebt. Hier oben wiegt man nichts und man schwebt einfach so durch die Gegend.«
Nein. Das gefiel Max ganz und gar nicht. Er wollte nicht schweben und sich überall stoßen. Er wollte in seinem Sitz sitzen und auch dort bleiben.
»Ich glaube, der Weltraum ist doch nichts für mich. Ich will lieber auf der Erde bleiben und dort leben.«
Papa nickte. Dann steuerte er das kleine Raumschiff wieder zurück nach Hause.

(c) 2015, Marco Wittler

 

518. Der Profifant

Der Profifant

In den letzten zwei Stunden hatte Mama eifrig in der Küche gearbeitet. Ihre kleine Tochter Merle hatte fleißig geholfen, bis ein großer Korb mit leckerem Essen gepackt war.
»Jetzt können wir Papa Bescheid sagen, dass alles für unser Picknick im Grünen vorbereitet ist.«
Sie sah Merle ins Gesicht und gab ihr einen wichtigen Auftrag: »Geh mal ins Wohnzimmer und sag ihm Bescheid, dass er den Proviant holen und in den Kofferraum unseres Autos stellen kann.«
Merle nickte begeistert und lief sofort los.
Nach ein paar Minuten kam ein verwirrter Papa in die Küche. Er hatte seine Stirn in tiefe Falten gelegt.
»Was soll ich ins Auto bringen?« wollte er wissen. »Merle hat mir irgendwas von einem Profifant erzählt. Sowas kenne ich gar nicht.«
»Proviant!« musste Mama lachen. »Unser Proviant für das Picknick ist fertig. Einen Profifanten gibt es nicht. Jedenfalls habe ich davon noch nichts gehört.«
Papa nickte, schnappte sich den großen Korb und brachte ihn in die Garage. Dort hatte er das Auto geparkt.
»Wo bleibt ihr denn?« hörte er Merles Stimme schon im Flur rufen.
»Der Profifant ist schon im Kofferraum. Wir warten nur noch auf euch.«
Papa kratzte sich am Kopf und sah auf seine rechte Hand, in der er den großen Korb hielt.
»Schon im Kofferraum? Ich hab ihn doch noch hier. Ist ja seltsam.«
Also legte er noch einmal seine Stirn in Falten und betrat die Garage. Was er dort entdeckte, war so unglaublich, dass er es nicht wahr haben wollte.
Im offenen Kofferraum saßen Merle und ein kleiner, grauer Elefant, der mit einer roten Latzhose bekleidet war. Als er Papa sah, sprang er raus und stellte sich vor.
»Mein Name ist Paul. Ich bin der Profifant. Ich bin Profi in allen möglichen Dingen. Eine meiner Aufgaben ist es, Picknickkörbe zu kontrollieren, ob das Essen gut vorbereitet wurde und alles so eingeräumt wurde, dass nichts umkippen kann.«
Dann steckte er seinen Rüssel in den Korb und wühlte ein paar Sekunden darin herum.
»Scheint alles in Ordnung zu sein.«
Doch dann hielt er kurz inne, warf noch einen kritischen Blick auf das Essen und fischte dann eine Tüte Erdnüsse hervor.
»Die dürfen sie auf keinen Fall mit zum Picknick nehmen. Das verstößt den die deutsche Picknickverordnung. Die muss ich leider mitnehmen und vernichten.«
Er grinste und stopfte sich mit dem Rüssel ein paar der Erdnüsse in sein Maul.
»Hat mich gefreut und viel Spaß beim Picknick.« verabschiedete sich Paul und verließ die Garage durch das offene Tor.
Papa stand noch immer der Mund offen. Er wollte nicht glauben, was er da gerade gesehen hatte.
»Hab ich doch gesagt.« erklärte Merle noch einmal. »Der Profifant war schon im Auto.

(c) 2015, Marco Wittler

516. Eine E-Mail für Oma

Eine E-Mail an Oma

Sophie saß an ihrem Schreibtisch und langweilte sich. Vor ihr lagen ein Blatt Papier und einige Buntstifte. Ihr fiel aber nichts ein, was sie hätte malen oder schreiben können.
In diesem Moment steckte Mama den Kopf zur Tür herein.
»Na, was machst du gerade, Spätzchen?« fragte sie.
»Nichts!« war die kurze Antwort.
»Ich wollte einen Brief an Oma schreiben, aber mit fällt nichts ein.«
Mama überlegte ein wenig und hatte dann ein paar Vorschläge.
»Schreib ihr, wie es dir gerade geht und worüber du nachdenkst. Du kannst ihr von unserem Ausflug zum Leuchtturm berichten und was du noch alles in den Ferien erlebt hast.«
Sophie nickte strahlend. Das ist eine tolle Idee. Ich fange sofort an, damit ich nachher Omas Antwort lesen kann.«
Nun musste Mama grinsen. »So schnell geht das aber nicht. Wenn dein Brief fertig ist, müssen wir ihn zuerst zum Briefkasten bringen. Der Postbote holt ihn dann ab und erst ein oder zwei Tage später kommt der Brief dann bei Oma an. Wenn sie dir zurück schreibt, dauert es noch einmal so lange.«
Sophie ließ sofort wieder ihre Mundwinkel nach unten sinken.
»Ich muss dann wirklich so lange warten? Das dauert mir zu lange. Da muss es doch was Schnelleres geben.«
Mama nickte. »Ich habe da eine Idee. Wir sollten mal an meinen Computer gehen.«
Gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer, setzten sich aufs Sofa und schalteten den Computer an. Nach einer kurzen Minute konnten sie loslegen.
»Und wie bekommen wir da meinen Brief rein?«
Sophie versuchte verzweifelt ein Blatt Papier in den Monitor zu schieben.
»Da ist doch gar kein Schlitz.«
Mama schüttelte den Kopf.
»Wir schreiben Oma eine E-Mail. Wir tippen alles über die Tastatur und schicken deinen Brief dann über das Internet weg. Dann kann ihn Oma schon nach ein paar Sekunden lesen.«
»Nach ein paar Sekunden schon?« Sophie bekam große Augen.
»Kommt dann ein Postbote mit einer Rakete vorbei?«
»Nein.« sagte Mama. »Das alles ganz von allein.«
Sophie wollte das nicht so richtig glauben, begann dann aber zu tippen und hörte nicht auf, bevor sie fertig war.
»Und nun ab die Post.« rief sie begeistert und klickte mit der Maus auf ‚Senden‘.
»Mein ist jetzt wirklich schon bei Oma angekommen?«
Mama nickte.
»Das werde ich sofort überprüfen.«
Sophie sprang auf, verließ die Wohnung und lief eine Etage tiefer.
»Oma, wo bist du? Ich habe dir einen Brief geschrieben. Ist der schon da? Schau doch mal in deinen Computer.« war das Letzte, das Mama durch die offene Tür hörte.

Nach einer Viertelstunde kam Sophie wieder nach oben. Sie war ganz aus der Puste, setzte sich aber sofort wieder zu Mama an den Computer.
»Der Brief war tatsächlich sofort da. Unglaublich. Ich hab ihn dann gleich mit Oma zusammen gelesen. Danach haben wir mir dann auch geantwortet. Jetzt bin ich neugierig, ob das in die andere Richtung auch so schnell geht.«
Sie sah auf den Monitor und begann zu grinsen.
»Da ist ja mein Brief. Jetzt müssen wir beiden nur noch lesen was Oma und ich mir geschrieben haben.«

(c) 2015, Marco Wittler

515. Mit dem Auto nach England

Mit dem Auto nach England

Nils hatte auf seinem Kindersitz Platz genommen und war richtig aufgeregt. Es sollte sein erster Urlaub in einem anderen Land werden.
»Und die sprechen da alle Englisch?« fragte er Mama, während sie den Sicherheitsgurt kontrollierte und dann selbst einstieg.
»Ja, das ist richtig. Alle Menschen sprechen dort Englisch.«
»Das ist ja richtig cool.« sagte Nils. »Lernen die das auch schon so früh in der Schule? Vielleicht verstehen die mich ja ein wenig. One, two, three, … weiter weiß ich nicht mehr. Englisch ist ganz schön schwer.«
Nils seufzte. »Und die Engländer sprechen wirklich die ganze Zeit Englisch? Wäre es nicht einfacher, wenn sie Deutsch sprechen würden? Dann müssten sie nicht ständig alles übersetzen.«
Ein paar Minuten später fuhr Papa auf die Autobahn und gab Gas.
»In spätestens zwei Stunden sind wir in den Niederlanden.«
»Niederlande?« fragte Nils erstaunt. »Und was ist mit England? Machen wir jetzt einen anderen Urlaub?«
Papa lachte. »Nein. Aber unser Weg führt uns durch mehrere Länder. Zuerst die Niederlande, dann Belgien und schließlich Frankreich. Dort geht es dann mit dem Auto in den Zug, mit dem es durch einen langen Tunnel unter dem Meer durch geht. Dann erst sind wir in England.«
»Puh!« machte Nils. »Das wird aber eine lange Reise. Hoffentlich halte ich das durch.«
Aber ein paar Minuten nach Sonnenuntergang war er bereits eingeschlafen. Während der Nacht steuerte Papa das Auto sicher durch die verschiedenen Länder und kam dem Ziel immer näher.
Nach ein paar Stunden erreichten sie die Stadt Calais an der französischen Küste. Papa parkte den Wagen in einem der Zugwaggons und schaltete den Motor ab.
So große Waggons hatte Nils noch nie gesehen. Und nun sah er sie auch nicht, denn er schlief tief und fest und bekam nichts mit. Er wachte erst auf, als die Familie schon längst auf englischen Straßen unterwegs war.
Nils gähnte laut, rieb sich die Augen und setzte sich gerade hin. Dann sah er nach draußen, bekam große Augen und erschrak.
»Papa!« schrie er. »Du fährst auf der falschen Straßenseite.«
Tatsächlich befanden sie sich auf der linken Seite.
»Papa grinste als er antwortete. »Das ist schon okay. Mach dir keine Sorgen. In England fahren alle Autos auf der linken Straßenseite.«
Nils schüttelte den Kopf. »Die Engländer sind verrückt. Sie sprechen die ganze Zeit Englisch, obwohl deutsch doch viel einfacher ist und dann fahren sie auch noch auf der falschen Seite. Ich will gar nicht wissen, was hier noch alles verkehrt ist. Bestimmt trinken sie morgens sogar Tee mit Milch statt Kaffee.«
Dann lachte er, weil er sich so etwas Verrücktes nicht vorstellen konnte.

(c) 2015, Marco Wittler